LN-Gebäude: Vorbereitung für Abriss in vollem Gang

Am ehemaligen LN-Gebäude an der Schillerstraße sind die Vorbereitungen für den Abriss in vollem Gange.

LÜDENSCHEID ▪ Von außen sieht das LN-Gebäude an der Schillerstraße noch ganz passabel aus. Drinnen aber wüten zurzeit zwölf Mitarbeiter der Firma Gebr. Schmidt und rupfen alles, was nicht niet- und nagelfest ist, aus Wänden und Decken. Alles muss raus. Der Komplex wird zurzeit komplett entkernt, bevor dann nur noch das Betonskelett steht und der Abriss in Angriff genommen werden kann.

Der Parkplatz ist inzwischen mit Bauzäunen abgesperrt, das Betreten des Areals verboten. Immer wieder scheppern und krachen Heizkörper, Metallleisten, Tische, Türen, Elektroschrott und weitere Wertstoffe auf den Platz. In mehreren Containern wird der Müll getrennt gesammelt und entsorgt. „Da gelten ganz klare Richtlinien, die in der Abbruchgenehmigung durch das Bauamt der Stadt auch schriftlich fixiert sind“, weiß Ursula Trimpop vom Lüdenscheider Architekturbüro Miekeley-Trimpop-Trompetter, das für die Planung des Neubaus verantwortlich zeichnet. So müssen zum Beispiel auch alte Heizungstanks im Keller gereinigt werden, bevor sie entsorgt werden können. Ebenso gilt dies für die Klimaanlage. Auch die Dachpappe wird gesondert entfernt. Darüber muss dann ein Entsorgungsnachweis erstellt werden. Alle nur möglichen Schadstoffe müssen raus, bevor dann der eigentliche Abriss erfolgt. „Nur dann kann der Bauschutt auch recycelt werden“, sagt einer der Arbeiter, der gerade mit einer Baggerzange in einen Metallberg greift und ihn mit einigem Getöse in einen Container fallen lässt.

Die direkten Anwohner der Schillerstraße müssen bis Ende 2013 tagsüber mit dem Baulärm leben. Ende des ersten Quartals soll der komplette Abriss vonstatten gegangen sein. Die Schillerstraße wird nach Angaben von Ursula Trimpop nur sporadisch gesperrt, wenn es aus Sicherheitsgründen unbedingt erforderlich ist. Das Gebäude soll vom Parkplatz aus „angeknabbert“ werden und dann nach innen hin einknicken. „Das wird alles von einem Statiker überwacht.“ Wenn dann das 2630 Quadratmeter große Grundstück blank gezogen ist, kann im zweiten Quartal mit dem Neubau begonnen werden.

Wie berichtet, wird dieser in zwei Abschnitten vollzogen. Zunächst erfolgt der Bau einer Tiefgarage mit 71 Stellplätzen, auf der ein dreigeschossiges Gebäude mit insgesamt 1505 Quadratmetern Nutzfläche errichtet wird. Erdgeschoss und erste Etage werden für Geschäftsstelle, Redaktion und die anderen Abteilungen des Verlages genutzt; die zweite Etage mit 425 Quadratmetern soll vermietet werden. In einem zweiten Bauabschnitt soll ein weiteres dreigeschossiges Haus mit 1585 Quadratmetern entstehen. Dies wird aber erst dann realisiert, wenn die Vermarktung der Fläche erfolgt ist.

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