LL-Chef Biernadzki gegen zweiten Radarwagen

LÜDENSCHEID - Für „vollkommen überflüssig“ hält Peter Biernadzki einen zweiten städtischen Radarwagen. Der Vorsitzende der Lüdenscheider Liste (LL) reagierte gestern auf die jüngste Verschiebung der Kaufentscheidung, die bekanntlich auf Vorschlag von SPD und CDU erfolgte.

Gerade die LL habe seinerzeit den Kauf eines stadteigenen Radarwagens gefordert und unterstützt – allerdings nur aus Gründen der Verkehrssicherheit. Damals hätten Bürger vielfach mehr Kontrollen verlangt, um die Raser in der Stadt zu stoppen. Der Märkische Kreis und die Polizei, die alleine über „Blitzer“ verfügten, hätten auch auf wiederholte Bitten des Lüdenscheider Rates „mangels Personal“ nicht reagiert. Mit dem neuen Stadt-Wagen könne Kontroll-Forderungen Lüdenscheider Bürger heute schnell entsprochen werden.

Noch mehr Radar-Kontrollen allerdings dienen laut Biernadzki „nur dem, was beim Vorschlag zum Bürgerhaushalt offen genannt wird, nämlich der Erhöhung der Mehreinnahmen“. Der Bürger dürfe bereits ungefragt durch Steuer- und Gebührenerhöhungen wie bei der Grundsteuer B für Mehreinnahmen im Nothaushalt sorgen. Zusätzliches Abkassieren in Form eines zweiten Radarwagens dürfe man offen „Abzocke“ nennen. Und dazu, so Biernadzki, sage er nur: „Nein danke!“

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