Märkische Kreis bestätigt

Listerien-Skandal: Wilke-Wurst wurde auch an Gastro-Betriebe im MK geliefert

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Das Unternehmen Wilke ist mittlerweile geschlossen. 

Märkischer Kreis – Vom Rückruf sämtlicher Wurstwaren des in den Listerien-Skandal verwickelten Unternehmens Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH sind auch mehrere Betriebe im Märkischen Kreis betroffen.

Das bestätigte Kreissprecher Ursula Erkens auf Nachfrage unserer Zeitung. Der Verzehr keimbelasteter Wurst des Unternehmens hatte zwei Todesopfer in Hessen gefordert. 

Gegen den Geschäftsführer des mittlerweile geschlossenen Betriebs im Landkreis Waldeck-Frankenberg laufen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung. 37 weitere Krankheitsfälle sollen ebenfalls durch Wilke-Produkte, die unter 13 Markennamen vertrieben wurden, verursacht worden sein.

„Nach jetzigem Kenntnisstand wurden insgesamt 30 Gastronomie-Betriebe mit Wilke-Produkten beliefert“, sagt Erkens nach Rücksprache mit der Lebensmittelüberwachung des Märkischen Kreises. Die Lieferungen stammten von Großhändlern in Dortmund und Unna. Die heimischen Behördenmitarbeiter hatten die Lieferlisten vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen erhalten und ausgewertet. 

„Es gehen auch noch weitere Meldungen ein“, sagt Erkens. Derzeit werden die betroffenen Betriebe überprüft, ob der amtliche Rückruf der Wurst ordnungsgemäß umgesetzt wurde. Die Ware darf nicht mehr angeboten werden. 

In den meisten Fällen machen sich die Lebensmittelkontrolleure vor Ort ein Bild, sagt Erkens. Dort, wo nur Kleinstmengen geliefert wurden, reiche auch eine telefonische Kontaktaufnahme zu den Betrieben aus.

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