„Birthday Surprise“ und mehr

Polizei MK: Zehn Punkte, wie Sie Online-Betrüger erkennen

Auf der Internetauktionsplattform Ebay wechselte die Münze aus Großbritannien den Besitzer.
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Die Internetauktionsplattform Ebay hat auch Ebay-Kleinanzeigen im Angebot.

Nigerianische Vorwahl, Nichte in Kassel - das kam einem Lüdenscheider Ebay-Verkäufer spanisch vor. Er meldete sich bei der Polizei. Die veröffentlichte nun eine Liste, wie man Betrug bei Ebay-Kleinanzeigen erkennen kann. Dann gibt es nur eine Konsequenz: No deal, stattdessen Polizei.

Von wegen „Birthday surprise“: Betrüger überrumpeln derzeit Verkäufer auf Online-Kleinanzeigen-Portalen. Die Täter suchen auf Online-Portalen nicht nach Schnäppchen, sondern nach naiven Verkäufern. Das teilt die Polizei MK am Mittwoch mit. Das ist der aktuelle Fall aus Lüdenscheid:

Ein 61-jähriger Lüdenscheider hatte bei Ebay-Kleinanzeigen online Artikel zum Kauf angeboten. Per WhatsApp meldete sich ein Interessent. Er wollte jedoch ein „Extra“: Der Verkäufer sollte zusätzlich einen Wallet-Gutschein erwerben und mit verschicken.

Die Mehrkosten wollte der Käufer natürlich übernehmen. Er wohnt angeblich in den USA, hat eine nigerianische Vorwahl und eine Nichte in Kassel, die er zum Geburtstag überraschen wollte. Der Lüdenscheider fiel auf die die Masche nicht herein und verzichtete auf den Deal. Er erstattete stattdessen online Anzeige bei der Polizei wegen des Verdachts eines Betruges. Und genau darauf deutet alles hin.

Die Polizei MK hat eine Liste veröffentlicht, mit denen Nutzer von Ebay-Kleinanzeigen, aber auch anderen Online-Portalen Betrugsversuche erkennen können. Bei einem oder mehreren der folgenden Punkte sollten bei Verkäufern die Alarmglocken läuten:

  • Der angebliche Interessent meldet sich aus dem weit entfernten Ausland. Deshalb kauft er Artikel ungesehen und ungeprüft.
  • Die Ware soll an eine dritte Person gesendet werden.
  • Der Verkäufer soll in Vorleistung treten - entweder
  • für eine zusätzliche Guthabenkarte. Angeblich hat die Cousine Geburtstag und soll mit dem gekauften Artikel samt Geldkarte überrascht werden. Dass der Käufer die Zusatzkosten mit überweist, ist natürlich gelogen.
  • oder bei größeren Objekten für hohe Speditionskosten. Die soll der Verkäufer auf ein Konto im Ausland überweisen. Das Geld gibt es dann angeblich in Bar zurück, wenn das Objekt abgeholt wird. Doch der Verkäufer wartet vergeblich auf den Spediteur.
  • In beiden Fällen bieten die Betrüger großzügige Aufschläge auf den Kaufpreis an. So lassen sich die Verkäufer verführen. An den Kommunikationswegen der Online-Portale vorbei wird über Messenger verhandelt.
  • Die Betrüger verschicken so Kopien von Ausweisen oder Zahlungsbelege. Die sind genauso gefälscht wie Paypal-Nachrichten. Die Täter nutzten gehackte Accounts bzw. unter falschen Namen eröffnete Bankkonten. Die Polizei rät: Keine Zahlungen „an Freunde“, wenn es sich nicht um „Freunde“ handelt!
  • Keine Vorkasse für den Versand leisten!
  • Keine Guthaben-Karten oder -Codes an Fremde verschicken!
  • Bezahl-Adresse und Kommunikationsadressen vergleichen! Keine Ware an Dritte verschicken!

Hinweise werden erbeten an die Polizei in Lüdenscheid unter Tel. 02351/90990.

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