Linkspartei fühlt sich provoziert

LÜDENSCHEID – Die geplante Podiumsdiskussion der Wirtschaftsjunioren mit den Kandidaten für die Landtagswahl sorgt bereits im Vorfeld für mächtig Ärger. Weil Yasin Kut, der Kandidat der Linkspartei, in der Einladung nicht auftaucht, hat Manfred Kunkel als Vorsitzender der Kreistagsfraktion einen geharnischten Brief an die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer (SIHK) geschrieben.

Es sei „mehr als bedenklich, dass die SIHK als öffentlich-rechtliche Einrichtung diese einseitige neoliberale Wahlwerbung“ unterstütze, schreibt Kunkel. Dass die Wirtschaftsjunioren die Kandidaten „handverlesen einladen“ und sie Yasin Kut außen vor ließen, erstaune zwar nicht wirklich, dass sie dann aber gleichzeitig über die Lüdenscheider Geschäftsstelle der SIHK dem Vorsitzenden der Kreistagsfraktion der Linkspartei eine Einladung zum Besuch der Diskussionsrunde zugeschickt hätten, sei „eine offene Provokation“.

Claus Hegewaldt, Vereinsgeschäftsführer der Wirtschaftsjunioren und Geschäftsführer der Lüdenscheider SIHK-Geschäftsstelle in Personalunion, bezeichnete die Kritik der Linkspartei als „klassisches Eigentor“. Die Wirtschaftsjunioren hätten mehrfach versucht, Yasin Kut telefonisch zu erreichen und ihn Anfang Februar auch per Post zur Teilnahme an der Podiumsdiskussion eingeladen. „Aber leider haben wir keine Reaktion erhalten“, so Hegewaldt. Von daher glichen die Vorwürfe Kunkels eher einem Sturm im Wasserglas. „Die Linkspartei funkt auf allen Ebenen, aber mit der eigenen Kommunikation scheint’s bei denen nicht zu klappen.“ Klar sei aber auch: „Wenn der Kandidat der Linkspartei an der Podiumsdiskussion teilnehmen will, kann er gerne kommen.“

Yasin Kut selbst zeigte sich „etwas überrascht“ von der Entwicklung. Er habe weder einen Brief von den Wirtschaftsjunioren erhalten, noch könne er sich daran erinnern, in seiner Anrufliste eine ihm unbekannte Telefonnummer gefunden zu haben. „Und solange ich keine offizielle Einladung erhalte, werde ich an der Podiumsdiskussion nicht teilnehmen.“

Die Podiumsdiskussion mit Bernd Schulte (CDU), Gordan Dudas (SPD), Angela Freimuth (FDP) und Geza Lang (Grüne) beginnt am 18. März um 18. 30 Uhr im EGC an der Karolinenstraße.

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