Linken-Chef Riexinger in Lüdenscheid: "Der Kapitalismus ist gescheitert"

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Linken-Chef Riexinger gastierte in der Bergstadt.

Lüdenscheid – Er hat einen Plan für die Zukunft. Bernd Riexinger, scheidender Bundesvorsitzender der Linkspartei, will mit seinem neuen Buch nach eigener Einschätzung einen „sozialökologischen Systemwechsel“ in Deutschland und der Welt vorantreiben.

Bei einem Auftritt im Lüdenscheider Kulturhaus stellte er das Schriftwerk mit dem Titel „Linker Green New Deal“ nun vor. Knapp 20 Besucher hörten zu. Tenor des Buchs: So wie bisher könne es nicht weitergehen – weil es sonst neben der Klimazerstörung auch zu einer sozialen Katastrophe komme.Riexingers Diagnose: Wie der Sozialismus nach Ostblock-Art sei auch „der Kapitalismus gescheitert“. 

Knapp 20 Besucher im Lüdenscheider Kulturhaus

Die Worte des Parteivorsitzenden: „Der Neoliberalismus ist als Projekt am Ende. Die Mehrheit der Menschen will keine Privatisierungen mehr, keinen Sozialabbau und keine weiteren Deregulierungen.“ Die Klimakrise sei auch eine Sozialkrise. Die Opfer dabei laut Riexinger: die natürlichen Lebensgrundlagen ebenso wie weite Teile der Bevölkerung, die vom gesellschaftlichen Reichtum abgehängt seien. Deshalb, glaubt Riexinger „brauchen wie eine „Ursachen-, keine Symptombekämpfung. Und wir brauchen eine Umverteilung“.

Die Forderungen des Linken-Politikers: „Schluss mit Privatisierungen. Wir müssen die Daseinsvorsorge dem Markt entziehen. Nötig sind bezahlbare Wohnungen, eine Mobilitätswende, gesunde Luft in grünen Städten und mehr Zeit zum Leben. Es gibt einen Wohlstand jenseits des Wachstums: Lebensqualität.“Um das zu erreichen, hält Riexinger eine „Wirtschaftsdemokratie“ für nötig – ein Prinzip, nach dem „nicht Konzerne, sondern die Menschen bestimmen“.

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