Landtagskandidat Michael Thomas-Lienkämper: Menschen brauchen Perspektiven

Linke gegen befristete Verträge

+
Landtagskandidat Michael Thomas-Lienkämper.

Lüdenscheid - Nach einem Gastspiel von zwei Jahren, das 2012 endete, nehmen die Linken einen neuen Anlauf, um im Mai ins nordrhein-westfälische Parlament einzuziehen. Der heimische Kandidat Michael Thomas-Lienkämper sieht bei einem erfolgreichen Wiedereinzug in den Landtag die Rolle der Partei in einer „guten Opposition“.

Das Rückgrat der Linken bildet das Wahlprogramm mit 130 Seiten. Soziale Gerechtigkeit, kostenlose Bildung und eine Familienpolitik, die alle Schichten berücksichtigt, sind dabei aus Sicht von Thomas-Lienkämper das programmatische Fundament. „Im Rahmen des bestehenden Systems geht es nicht weiter“, unterstrich der Fraktionsvorsitzende der Linken im Lüdenscheider Rat und Kreissprecher der Partei. Deshalb müsse das bisherige Gefüge überwunden werden.

Deutliche Kritik übt Thomas-Lienkämper an der Vielzahl der befristeten Arbeitsverträge in den Unternehmen. „Damit gibt es für die Menschen noch nicht einmal eine mittelfristige Perspektive.“ Vielen Unternehmen gehe es gut, bei den Arbeitnehmern komme von dem wirtschaftlichen Schwung aber nichts an. „Ohne die ständige Sorge um den Arbeitsplatz würde auch das Leistungsniveau steigen.“ Parallel fordert die Linke eine Anhebung des Mindestlohns von heute 8,50 auf mindestens zwölf Euro. „Die Familien müssen von ihren Arbeitslöhnen vernünftig leben können. Stattdessen geht die Schere der Einkommen immer weiter auseinander.“

Der Bereich Bildung beginnt für den Kandidaten bereits mit der Vorschulzeit. „Wir streben deshalb den Wegfall aller Kita-Gebühren an“, erklärt Michael Thomas-Lienkämper und erinnert an die heftige Debatte in Lüdenscheid wegen der neuen Beitragszahlungen. „Eine Anhebung ist kein Signal für Kinderfreundlichkeit.“ Dass die Podiumsdiskussion von Kita 21, der Interessenvertretung der Kinder und Elternschaft in Lüdenscheid, am Dienstag (19 Uhr, Rathaus) nur mit den Landtagskandidaten von CDU und SPD auf der Bühne geführt wird, „stößt mir echt sauer auf“.

Ein konsequentes Umsteuern fordert der Linke beim Wohnungsbau. „Wir dürfen nicht nur hochwertiges Eigentum schaffen, sondern müssen auch an die denken, die mit wenig Geld auskommen müssen. Vieles aus dem sozialen Wohnungsbau ist heute einfach grottig.“

Eine klare Kampfansage gibt es von Thomas-Lienkämper in Richtung AfD. „Wir werden aufzeigen, was für eine Politik diese Partei verfolgt und sie inhaltlich auseinanderpflücken.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare