Die Linke: Bundestagskandidat Hoffmann stellt sich vor

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Wolfgang Hoffmann (2.vl.) kandidiert bei der Bundestagswahl im Wahlkreis 149 für die Linke.

LÜDENSCHEID - Das Ziel ist der erneute Einzug in den Bundestag mit möglichst vielen Sitzen, aber eine Regierungsbeteiligung schließen die Mitglieder der Lüdenscheider Linken aus: „Auch in der Opposition kann man etwas erreichen“, sagte Vorstandsmitglied Josef Filippek am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung in der Kreisgeschäftsstelle der Partei an der Glatzer Straße.

Dort stellte sich der Bundestagskandidat für den Wahlkreis 149 Olpe/Märkischer Kreis I, Wolfgang Hoffmann, den anwesenden Mitgliedern vor. Hoffmann ist gebürtiger Berliner und lebt seit knapp einem Jahr in Wenden. Für die Linke kandidierte er bereits in Rheinland-Pfalz bei Landtags- und Kommunalwahlen. Er sagt selbst, dass sein politischer Werdegang in der Hausbesetzer-Szene in Berlin-Kreuzberg begann. Seine Themenschwerpunkte für den Wahlkampf setzt er in den Bereichen Innere Sicherheit, in der Sozialpolitik und mit einem klaren „Nein“ zu „Kriegseinsätzen jeder Art“ der Bundeswehr. Insbesondere die Mordanschläge der NSU-Terrorzelle und die Ereignisse um den Prozess gingen ihm nahe, sagt er. Außerdem „betrachte ich es als meine Aufgabe, Hartz IV vom Tisch zu schaffen.“

Filippek stellte die wesentlichen Eckpunkte des Entwurfes für das Wahlprogramm der Linken vor. Endgültig verabschiedet werden soll das knapp 100-seitige Papier bei einem außerordentlichen Parteitag im Juni in Dresden. Unter dem Titel „100 Prozent sozial“ wolle die Partei ein „klares politisches Profil zeigen, das sich fundamental von allen anderen Parteien unterscheidet“, erklärten Filippek und Stadtverbandssprecher Michael Thomas-Lienkämper. Schon deshalb sei eine Regierungsbeteiligung ausgeschlossen. Kernpunkte des Programms sind die Ablehnung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr und des Abbaus von öffentlichen Dienstleistungen zum Beispiel bei Krankenhäusern, Bildung und Wasserversorgung: „Dafür muss der Staat Geld haben“, sagte Thomas-Lienkämper. Beschaffen wollen die Linken die Mittel über ein Steuerkonzept, das hohe Einkommen und Vermögen in die Pflicht nimmt. - Von Bettina Görlitzer

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