Linden werden gestutzt - Sicherheit gefährdet

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Bange Blicke in die Wipfel: Die Linden gefährden die Verkehrssicherheit und müssen erheblich gestutzt werden.

OBERRAHMEDE - Alle Beteiligten sind sich darüber im Klaren, dass der Evangelische Friedhof Oberrahmede vorübergehend seinen Flair verlieren wird. Aber alle sind sich auch einig, dass die 60 mehr als 100 Jahre alten Linden gestutzt werden müssen, um die Verkehrssicherheit nicht weiter zu gefährden.

Deshalb wird Baum-Experte Georg Cordes am Donnerstagmorgen mit seinem Team damit beginnen, die Linden von rund 30 Meter auf eine Höhe von acht bis zehn Meter zu stutzen. Die sich kreuzenden Alleen sind zwar, als das Gelände als Friedhof ausgewiesen wurden, entsprechend schön formiert angelegt worden. „Aber sie sind zu eng gepflanzt worden“, sagt Cordes. Zum größten Teil streben sie weit oben zu den Seiten weg, schwere Äste könnten auf Besucher und Gräber fallen. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagen Volker Schöbel, Geschäftsführer des Evangelischen Friedhofverbandes Lüdenscheid-Plettenberg, und der Technische Betriebswirt Detlef Trester. Auch Jörn Genster, Chef der benachbarten Gärtnerei, die den Friedhof bereits in zweiter Generation bewirtschaftet und pflegt, sieht keine Alternative: „Wir müssen das umsetzen, zumal es in letzter Zeit häufiger Stürme mit heftigen Windböen gegeben hat.“

Im Vorfeld hatten sich alle Beteiligten Gedanken gemacht, ob man unter Umständen jeden zweiten Baum stutzen oder gar die gesamte Allee neu bepflanzen sollte. „Aber diesen kreuzenden Gang, den die Linden durch die Pflanzung vorgeben, den wollten wir schon bewahren“, sagt Volker Schöbel und bittet die Friedhofsbesucher um Verständnis für die erforderliche Stutzung der mächtigen Linden. Zumal Experte Georg Cordes durchaus Hoffnung macht, dass sich die Linden recht schnell wieder berappeln. „Mit den entsprechenden begleitenden Pflegemaßnahmen wächst den Linden nach ein bis drei Jahren wieder eine Hut- oder Pilzform.“

Rund 30 000 Euro investiert der Evangelische Friedhofsverband in die Maßnahme.

Von Martin Messy

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