Mauern unsicher: 16 Linden am Ehrenmal fallen

LÜDENSCHEID - Die Stadt wird am Ehrenmal an der Parkstraße 16 Linden fällen. An beiden Zugängen zu dem denkmalgeschützten Mahnmal von 1935 haben die Wurzeln und das Gewicht der Bäume dem Gemäuer zugesetzt.

Wie Hans Kreinberg (STL) und Stefan Frenz vom städtischen Fachdienst Kultur und Denkmalschutz mitteilen, seien die Mauern nicht mehr standsicher.

In zwei Bauabschnitten werden zunächst die Bäume gefällt und die Wurzeln ausgegraben. Dann soll die Mauerabdeckung saniert und teilweise ersetzt werden, damit keine Feuchtigkeit einsickern kann. Im Erdreich müsse dann anstelle der Bäume eine Betonversteifung angebracht werden, so Kreinberg. Schließlich sollen die Fachleute die Fugen in der Grauwacke-Verblendung der Betonmauer neu abdichten – und zwar auch die Fugen auf der Mauerseite in Richtung Oenekinger Weg. Insgesamt sollen die Arbeiten rund 500 000 Euro kosten und im nächsten Jahr abgeschlossen sein.

„Die Maßnahme dient dem Substanzerhalt. Der Verlust der Bäume ist traurig, aber ohne Alternative“ – aus Sicht der Denkmalpflege eine Abwägung zugunsten des Bauwerkes, so Stefan Frenz. Mit der Sanierung der Stützmauern nehmen es die Denkmalschützer offenbar sehr genau. Derzeit werden die Bestandteile des alten Mörtels in einem Labor analysiert. Die Sanierer werden ausschließlich Mörtel nach der alten Rezeptur verwenden. - omo

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