Linden-Beschäftigte fordern Tarifbindung

Rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Linden demonstrierten für die Rückkehr in die Tarifbindung.

LÜDENSCHEID ▪ Rund 80 Beschäftigte der Firma Linden GmbH & Co.KG an der Nottebohmstraße haben am Montag vor dem Zweigwerk an der Kalver Straße lautstark dafür demonstriert, wieder Verträge mit Tarifbindung zu erhalten.

In dem 135 Mitarbeiter zählenden Betrieb gebe es teilweise abenteuerliche Einzelverträge, sagte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bernd Schildknecht: „Dass Ihr so zahlreich an dem Warnstreik teilnehmt, zeigt, wie wichtig Euch ein verbandsorientierter und dauerhafter Firmentarifvertrag ist“, freute sich der Metaller über die große Beteiligung.

Bereits seit Herbst 2011 führen die Linden-Geschäftsleitung, Vertreter des Arbeitgeberverbandes und der IG Metall Verhandlungen über die Rückkehr in die Tarifbindung, bisher aber ohne Ergebnis. Am 24. Februar hatte die Geschäftsleitung die Gespräche nach Angaben Schildknechts für beendet erklärt. Auf mehrere Terminvorschläge der IG Metall, deren Mitglieder im Betrieb der Gewerkschaft die Vollmacht für die Tarifverhandlungen erteilten, reagierte die Unternehmensspitze nicht. Erst eine halbe Stunde vor dem Warnstreik am Montag habe man vorgeschlagen, sich mit Gewerkschaft und Betriebsrat, aber ohne den Arbeitgeberverband an einen Tisch zu setzen. „So geht das nicht“, betonte Schildknecht. Wie es geht, habe die Firma Gerhardi Alutechnik am Freisenberg gezeigt, die nach zwölf Jahren jetzt wieder zurück zur Tarifbindung gefunden habe.

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