Linden-Allee auf Friedhof nimmt wieder Formen an

Die Linden auf dem Evangelischen Friedhof Oberrahmede haben sich wieder berappelt.

Lüdenscheid - Viel Kritik und Empörung rief vor eineinhalb Jahren die Stutzung von 60 Linden auf dem Evangelischen Friedhof Oberrahmede hervor. Jetzt haben die Bäume wieder ausgeschlagen und das einstige Flair kehrt allmählich zurück.

Friedhofsbesucher waren Ende Februar des vergangenen Jahres schockiert, als die Linden rigoros von rund 30 Metern auf eine Höhe von acht bis zehn Meter gekürzt wurden und sich danach das Areal kahl und kalt präsentierte. An „Marterpfähle“ fühlten sich Leserbriefschreiber erinnert und fanden, dies sei eines Friedhofs unwürdig.

Doch Experten waren sicher, dass sich die Linden wieder berappeln würden. Georg Cordes, der mit seinem Unternehmen aus Kirchhundem den Radikalschnitt umsetzte, sagte: „Mit den entsprechenden begleitenden Pflegemaßnahmen wächst den Linden nach ein bis drei Jahren wieder eine Hut- oder Pilzform.“ Die Prognose hat sich als richtig erwiesen.

Hintergrund der Maßnahme war damals eine Gefährdung der Verkehrssicherheit. Die Anpflanzung der Linden war vor langer Zeit so angelegt, dass sich die Alleen kreuzten. Aber nachdem sie zu stattlicher Größe herangewachsen waren, stellte sich heraus, dass sie zu eng gepflanzt worden waren. Zum größten Teil strebten sie dadurch weit nach oben und dann zu den Seiten weg, so dass schwere Äste drohten auf Gräber oder Besucher herabzufallen, zumal sich Stürme mit heftigen Böen in immer kürzeren Abständen wiederholen.

Dank der kraftstrotzenden Linden war das triste Bild nach der Kappung der Bäume nur von kurzer Dauer. Rund 30 000 Euro hatte der Evangelischen Friedhofsverband in die Maßnahme investiert.

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