Lieder aus Griechenland im Kulturhaus

+
Kulturhausleiter Stefan Weippert, Evangelia Kasdanastassi (Integrationsagentur des Diakonischen Werkes), Christos Tsartsampalidis (Griechen aus Ponthos), und Athanasios Montafis (Thrakien-Verein) (v.l.) laden zum Konzert ein.

Lüdenscheid - ""„Lasst Noten sprechen“: So ist ein Konzert überschrieben, zu dem das Kulturhaus gemeinsam mit der Integrationsagentur des Diakonischen Werkes und den griechischen Vereinen in Lüdenscheid einlädt. Am Sonntag, 17. November, gastieren Pandelis und Sofia Tzovenos ab 16.30 Uhr im Rahmen ihrer Deutschland-Tournee in der Bergstadt.

In ihrer griechischen Heimat und bei den Griechen, die in Deutschland leben, sind die beiden Musiker bekannt und beliebt, sagt Evangelia Kasdanastassi von der Integrationsagentur. Sie verspricht „eine musikalische Reise durch die Poesie Griechenlands“, denn im Gepäck haben Pandelis und Sofia Tzovenos Lieder vieler bekannter griechischer Komponisten. Namen wie Mikis Theodorakis, Manos Hatzidakis, Manos Loisos oder Kostas Hatzis sind auch für manchen Deutschen keine Unbekannten.

Für Kulturhausleiter Stefan Weippert setzt sich mit dieser Veranstaltung eine Kooperation mit den internationalen Vereinen der Stadt fort, die seit einiger Zeit gewachsen ist. „Im vergangenen Jahr haben wir eine Pause gemacht“, erklärt Weippert mit Blick auf die zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung „Wir hier!“ in den Museen der Stadt. Der Kulturhausleiter betont: „Wir müssen das Haus für Migranten und Migrantengruppen öffnen.“ Da er selbst sich „nicht anmaßen möchte, ein Programm für Menschen aus einem anderen Kulturkreis“ zu gestalten, ist Weippert froh über die Zusammenarbeit mit Menschen, die aus den jeweiligen Kulturkreisen kommen.

Entsprechend spricht Evangelia Kasdanastassi sowohl für die Integrationsagentur als auch als Griechin, wenn sie das Konzert von Pandelis und Sofia Tzovenos ankündigt: „Die Musik ist wirklich hörenswert.“ Die Musiker „entführen uns in die modernen Lieder des urbanen Griechenlands.“ Sie besingen Empfindungen von Drogenkranken und Gefängnisinsassen, aber auch den Verlust des Partners. Daneben stehen viele Balladen und bekannte Stücke beliebter griechischer Komponisten auf dem Programm. Gleichzeitig soll das Konzert dem Gedenken an die Studenten dienen, die vor 40 Jahren in Athen durch die Panzer der Militärdiktatur umkamen. Es soll ein Zeichen setzen gegen Fanatismus, Rechtsextremismus und Intoleranz. Die Texte der Lieder werden teilweise ins Deutsche übersetzt.

Bürgermeister Dieter Dzewas hat ein Grußwort zugesagt. Außerdem bedankt Evangelia Kasdanastassi sich bei der Sparkasse und den Stadtwerken für deren Unterstützung. Weippert verspricht „ein schönes, kleines intimes Konzert“, im Roten Saal des Kulturhauses.

Eintrittskarten gibt es bei der Integrationsagentur und den griechischen Vereinen für fünf Euro. An der Theaterkasse kommen 50 Cent Gebühr hinzu. - gör

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare