Neues Projekt in Wort und Bild

Stadt im MK sucht Lieblingsmenschen

Rolf Kürby GHV Guido Raith Ulrike Tütemann
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Gehen gemeinsam auf eine spannende Reise: Rolf Kürby, Guido Raith und Ulrike Tütemann.

Es geht um den Automechaniker, der schon so oft in der Not geholfen hat. Oder um den freundlichen Altenpfleger. Um den Pfarrer, den eigenen Chef oder den Bäcker um die Ecke. Kurzum: „Um die Menschen, die die lebenswerte Seite von Lüdenscheid darstellen und die den Lüdenscheidern wirklich wichtig sind“, sagt der Lüdenscheider Redakteur und Fotograf Guido Raith.

Lüdenscheid - Aber was macht eine Stadt wie Lüdenscheid lebenswert? Auf die Suche nach einer Antwort begeben sich der Geschichts- und Heimatverein (GHV), Uli Tütemann (Museen der Stadt) und Guido Raith zusammen mit all denjenigen, die einen kennen, der einen kennt.

Am Ende sollen 50 Porträts als Buch und später als Ausstellung in den Museen stehen, die in Wort und Bild zeigen, was Lüdenscheider im Stillen leisten. Das Projekt heißt „50 – Begegnungen in Lüdenscheid“. Der Blick hinter die Kulissen steht dabei im Mittelpunkt, die Atmosphäre im Umfeld, vielleicht die Sammel-Leidenschaft oder auch der Lieblingssessel.

Mit diesen Gedanken habe er sich schon lange getragen, sagt Guido Raith. Im GHV und den Museen fand er schließlich Partner, auch, um an die notwendigen Fördertöpfe zu kommen. Denn die Produktion eines solchen Buches ist nicht billig und nur möglich durch eine Förderung des Heimatministeriums. „Dort gibt es einen Fördertopf ,Heimatwerkstatt'“, so Uli Tütemann bei der Vorstellung des Projektes. Der Antrag wurde gestellt – und bewilligt. Rund 36 000 Euro Fördergelder plus Eigenanteil müssen nun reichen für ein wertiges Buch und das Projekt, über das Bürgermeister Sebastian Wagemeyer die Schirmherrschaft übernommen hat.

Bereits 2015 stellte Guido Raith „Freunde“ vor.

Ab sofort können Lüdenscheider im Internet über die Adresse 50begegnungen@web.de Vorschläge einreichen, wer für sie in ein solches Buch gehört – und warum. Innerhalb eines Jahres sollen nun 50 Begegnungen in Lüdenscheid entdeckt werden. In unregelmäßigen Abständen will das Team über Social-Media-Kanäle über die Entwicklung des Projektes informieren, mit Texthäppchen und kleinen Filmen.

„Ob das am Ende 50 werden oder mehr oder weniger, wird sich zeigen“, wartet das Team nun gespannt auf die ersten Vorschläge. Wichtig ist dabei, dass der Vorgeschlagene zunächst einmal gefragt werden sollte, ob er damit einverstanden ist. Dann machen sich Texter und Fotograf auf den Weg, diese ganz besondere Lüdenscheider Prominenz zu porträtieren: „Denn erst das Foto und das Wort ergeben ein komplettes Bild.“

2015 stellte Guido Raith bereits mit großem Erfolg seine Serie „Freunde“ aus, in der er Lüdenscheider ablichtete, einer davon mit Migrationshintergrund, generationenübergreifen. die Ausstellung wanderte später bis in die Landeshauptstadt.

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