Mit Liebe zum Menschen: Erhard Witschel geht in Rente

+
Sozialarbeiter Erhard Witschel und Einrichtungsleiterin Traude Rittinghaus haben immer gut zusammengearbeitet.

Lüdenscheid - Er kann zupacken und hat das Herz auf dem rechten Fleck – ein Mann der Tat, aber auch des Wortes. Eine ideale Kombination für einen Sozialarbeiter im Dienst des Wohnheims für Frauen und Männer des Amalie-Sieveking-Hauses. Am Freitag tritt Erhard Witschel seinen Ruhestand an.

27,5 Jahre hat der 65-Jährige an der Sedanstraße gearbeitet, unzählige Lebensgeschichten gehört, die vom Scheitern handelten und hoffnungslos klangen. Obdachlosen zu helfen, sie möglichst wieder auf einen guten Weg zu bringen – dieser Aufgabe hat er sich in den knapp drei Jahrzehnten gestellt, und er ist zufrieden mit dem, was er in dieser Zeit geschafft hat: „Ich gehe mit einem guten Gefühl.“

Einrichtungsleiterin Traude Rittinghaus spricht ihm ein großes Lob aus: „Er hat sich vor keiner Arbeit gescheut, ab 1997 das dezentrale Wohnen ausgebaut und sich um die Akquise und den Kontakt mit den Vermietern gekümmert. Als neben den Männern Frauen dazu kamen, war auch das mit neuen Herausforderungen verbunden.“

Die Liebe zu den Menschen und die Teamarbeit hebt Erhard Witschel hervor. Der diakonische Hintergrund – Träger des Wohnheims ist das evangelische Pertheswerk – sei ihm ebenfalls all die Zeit eine unersetzliche Stütze gewesen. „Die Würde der Menschen muss immer im Mittelpunkt stehen“, sagt der gebürtige Siegerländer, der zunächst Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften sowie Geschichte studierte und Offizier bei der Bundeswehr war. „Das war dann aber nichts mehr für mich.“ Nach acht Jahren bei der Jugendhilfe in Neuenrade wechselte er dann nach Lüdenscheid. Ein Glücksfall fürs Wohnheim.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare