Lichtkonzept vorgestellt

Brückenschlag zwischen FH und Phänomenta vorgestellt

Rotes Licht für die Brücke, weißes für die Ausleuchtung des Abgangs und des Umfelds. Als horizontale Landmarke soll die Brücke den Phänomenta-Turm ergänzen. - Entwurf: Speirs + Major

LÜDENSCHEID - Rotes und weißes Licht soll die Besucher der Phänomenta auf ihrem Weg vom Bahnhofsareal zur technisch-physikalischen Erlebnisausstellung leiten.

 Von Florian Hesse 

Das Lichtkonzept, das für die 50 Meter lange Brücke zwischen Fachhochschule (FH) und Gustav-Adolf-Straße, für die Verkehrs- und Freiflächen zum Einsatz kommen soll, erläuterte am Mittwochabend Stadtplanerin Heike Müller dem Ausschuss für Stadtplanung und Verkehr.

Der Entwurf der „horizontalen Landmarke“ stammt aus der Feder des Büros "Speirs + Major", dessen Arbeit mit der Planung erledigt ist. Die praktische Ausführung im Detail übernimmt das Deutsche Institut für angewandte Lichttechnik (DIAL). Zu berücksichtigen gewesen bei der Planung seien Fragen der Sicherheit zwischen Busverkehr und Fußgängern, die Betonung des architektonischen Entwurfs, Einschränkungen durch Sonderregelungen der Bahn und nicht zuletzt das Budget, so die Koordinatorin.

Im Ergebnis wird die Brückenkonstruktion durch dicht stehende weiße LEDs hervorgehoben. Der Boden wird – so die derzeitige Planung – in Rot ausgestrahlt, während die breit auslaufende Treppenanlage und die Verkehrsflächen am Brückenfuß zu FH und am Brückenkopf der Phänomenta weiß ausgeleuchtet werden. Auf der Seite der FH soll das von einem Lichtmast aus geschehen, der auch für weitere Teile des Platzes Licht spendet. Platzmöblierung wie auch Baumkronen werden vertikal von unten angestrahlt, so das Konzept weiter.

Brückenschlag zwischen Phänomenta und FH

Das Rot und das Weiß entspreche der Farbgebung von Phänomenta und Denkfabrik, so die Überlegungen der Planer weiter.

Bedenken kamen im Planungsausschuss allerdings in praktischer Hinsicht, ob nämlich auch die nötige Helligkeit mit der angestrebten Variante erreicht werde. Über die konkreten Lux-Zahlen sei noch nichts bekannt, erfuhr SPD-Ratsherr Jens Voß auf Nachfrage. Für Rüdiger Wilde (CDU) ist fraglich, ob bei einem „eher dunklem roten Licht“ ausreichend Helligkeit erzeugt werde insbesondere dann, wenn ein zwangsläufig rauer und lichtschluckender Bodenbelag eingesetzt werden müsse. „Der Effekt wird so nicht erreicht werden können“, warnte Wilde, selbst Architekt, und riet zur Bemusterung im Vorfeld.

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