700 bis 900 Besucher

"Unglaubliche Resonanz" bei der "ProChrist"-Themenwoche

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Zwischen 700 und 900 Besucher kamen jeden Abend zu den Veranstaltungen von "ProChrist".

Lüdenscheid - Unglaublich“ hieß nicht nur das Motto der „ProChrist“-Themenwoche, „unglaublich“ sei auch die Resonanz gewesen, fasst es Holger Bungenberg, Pastor der Freien evangelischen Gemeinde, zusammen.

Von Montag bis Samstag kamen jeden Abend etwa zwischen 700 und 900 Besucher in die Schützenhalle, um sich jenseits von Kirchen und Gemeindestrukturen mit dem christlichen Glauben zu befassen.

Hinzu kommen noch einmal rund 200 Internetnutzer, die Abend für Abend den Live-Stream auf der Facebook-Seite der Veranstaltung verfolgt haben. 

Dolmetscher übersetzen 

Auch von den Möglichkeiten, die Wortbeiträge übersetzen zu lassen, wurde Gebrauch gemacht – in einer Kabine saßen Dolmetscher für Englisch, Arabisch und Persisch. Im Durchschnitt liehen sich 15 bis 20 Personen Kopfhörer aus, um die Übersetzungen zu hören. An einem Abend war auch Indonesisch gefragt, als Gäste aus dem indonesischen Partnerkreis des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg zu Gast waren.

Am letzten Abend sprach mit Ruderin Katrin Reinert eine ehemalige Leistungssportlerin im Interview darüber, wie ihr Glaube ihr geholfen habe, auch mit Niederlagen besser umgehen zu können, wenn sie wusste, sie habe ihr bestes gegeben – was angesichts des Leistungsdrucks im Sport nicht immer leicht gewesen sei.

Als sie 2012 nicht für die olympischen Spiele nominiert gewesen sei, sei sie noch in ein tiefes Loch gefallen. Geprägt waren die Abende von wiederkehrenden Elementen. 

Viele Gelegenheiten für Gespräche

Neben den Interviews und der Musik verschiedener Akteure waren das die täglichen Impulse von Klaus Göttler, in denen er die wesentlichen Element des christlichen Glaubens alltags- und lebensnah erläuterte. 

Mit dem Lied „Zieh mich zu Dir“ der Band Flanders und einem „Hingebungsgebet“, bei denen jeder, der wollte, zum Mitsingen und Mitbeten eingeladen war, endetet der jeweils offizielle Teil, aber viele nutzten danach die Gelegenheit zu Gesprächen.

Wie groß unter den Besuchern der Anteil derjenigen war, die zuvor wenig bis gar keinen Bezug zum Glauben oder zu den Gemeinden in der Stadt hatten, wagt keiner der Beteiligten zu schätzen.

Christen unterschiedlicher Konfessionen

Aber auffällig war für Außenstehende vor allen die Einigkeit, mit der Christen unterschiedlicher Konfessionen aus 17 Gemeinden und Gemeinschaften sowohl als Helfer in den unterschiedlichen Bereichen als auch als Besucher auftraten.

Für Eckart Link, Pfarrer der Kreuzkirchengemeinde, der gemeinsam mit Holger Bungenberg die Gesamtleitung innehatte, ein Grund, sich „beschenkt“ zu fühlen. Sein Eindruck war, dass viele diese Möglichkeit genutzt hätten, sich eine Woche lang intensiv mit dem Grundlagen des christlichen Glaubens zu befassen.

Zudem seien die Mitarbeiter „total beglückt“ gewesen, dass ihre Arbeit einen solchen Erfolg hatte, aber auch von der Gemeinschaft, die entstanden ist. Bungenberg sprach davon, „sehr erfüllt und dankbar zu sein.“ 

Ideen für weitere gemeinsame Veranstaltungen

Darüber dürften sich jetzt alle Beteiligten erst einmal freuen und den Erfolg feiern. Viele hätten bereits den Wunsch geäußert, die durch „ProChrist“ gewachsene Zusammenarbeit und die Gemeinschaft zwischen den Gemeinden weiter zu pflegen.

Eckart Link zeigte sich bereits offen dafür, Ideen für weitere gemeinsame Veranstaltungen als Christen in der Stadt zu entwickeln, während Bungenberg dafür plädierte, diese Großveranstaltung mit mehr als einem Jahr Vorbereitung erst einmal zu verarbeiten. 

Eingebettet in die Veranstaltungsreihe „ProChrist“ fand am Samstagvormittag zudem eine informelle Begegnung zwischen Vertretern aus Rat und Verwaltung sowie Pastoren unterschiedlicher Gemeinden statt.

Beim Frühstück, das der Obdachlosenfreundeskreis servierte, kam die Idee auf, den Austausch über Themen, die für die Stadt wichtig sind, auf dieser Ebene weiter zu pflegen, berichtete Holger Bungenberg.

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