Letzte Pfannen für den Bremecker Hammer

Die letzten Dachpfannen wurde am Bremecker Hammer aufgebracht.

LÜDENSCHEID - Gegen elf Uhr beendete Alfred Byrdeck, Mitarbeiter der Dachdeckerfirma Pohlack, mit seinem Akkuschrauber ein Werk, das bereits im Jahre 2010 begonnen wurde.

Im feinen Nieselregen schraubte er die letzte Dachpfanne auf dem First der Schmiedemuseums Bremecker Hammer fest. Insgesamt 43 000 Euro waren damit am vorher maroden Dach des Schmiedemuseums verbaut.

„Wir haben 2010 mit 25 000 Euro eine relativ große und in einem zweiten Bauabschnitt mit 13 000 Euro eine kleinere Baueinheit hinter uns gebracht“, erläuterte Museumsleiter Dr. Eckhard Trox. Nun sei das letzte Stück fertiggestellt. Man sei aus finanziellen Gründen nicht in der Lage gewesen, die Baumaßnahme in einem Stück durchzuziehen. Doch die Dachkonstruktion wurde zunehmend gefährlicher für die Schmiede und die Besucher.

Bezahlt worden sind der erste und zweite Bauabschnitt mit Mitteln der Stadt, durch das Engagement des Fördervereins Schmiedemuseum und Mitteln des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe. Die restlichen 5000 Euro stiftete die Sparkasse Lüdenscheid, deren Vorstandsvertreter Udo Lütteken am Mittwoch sagte: „Das Dach ist immer das Wichtigste an einem Gebäude. Für uns hat dieses technische Denkmal eine echte Bedeutung für die Wirtschaftsgeschichte dieser Region.“ Instand gesetzt wurde nicht nur das Dach, sondern auch die Unterkonstruktion.

Nach der Restaurierung des Wasserrades und der Flutkammer steht nun als nächstes Projekt die Reparatur der Turbine zur Energiegewinnung an. Wenngleich auch das Schmiedemuseum von den Sparmaßnahmen im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes (HSK) betroffen ist, will man, so Trox, langfristig alle Anlagen, die hier untergebracht sind, wieder in Betrieb nehmen.

Mit Blick auf das HSK wird derzeit über eine Reduzierung der Öffnungszeiten nachgedacht. Trox: „Wir haben hier eine sehr engagierte Truppe. Das Schmiedemuseum stößt in der Öffentlichkeit auf große Akzeptanz und die Bereitschaft, sich ehrenamtlich hier zu engagieren.“ Dennoch habe das HSK erhebliche Auswirkungen auf den Bremecker Hammer, der seit Jahren von Mai bis in den Oktober hinein geöffnet ist. Hier dächte man über eine Reduzierung der Öffnungszeiten nach: „Man kriegt hier im Oktober doch schon ganz schön kalte Füße.“

Um die Turbine, die die interne Energieversorgung regelt, wieder in Gang zu bringen, werden nun weitere Sponsorengelder gebraucht. Wer hier helfen will, kann das über den Förderverein des Schmiedemuseums tun: Sparkasse Lüdenscheid, BLZ 458 500 05, Konto-Nr. 18 000 802.

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