Kultureller „Rundumschlag“

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Der Musiker „Tlako“ bot eigene Kompositionen über Gründe, weshalb ein Mensch sich in ein anderes Land aufmacht.

Lüdenscheid - Lesungen und ein breit gefächertes musikalisches Angebot hat der „Karneval der Kulturen“ in den Museen der Stadt verbunden. Vor großem Publikum begrüßte der Vorsitzende des Fördervereins der Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes, Ulrich Kilo, die Zuhörer dieser Benefizveranstaltung zugunsten seines Vereins.

Gemeinsam mit „Wir hier“, dem Verein für kulturelle Vielfalt in Süd-Westfalen, hatte der Förderverein die Veranstaltung geplant und dazu eingeladen. Kilo wie auch Hausherr Eckhard Trox hoben hervor, dass der Förderverein eine Hauptamtlichenstelle der Suchtberatung mitfinanziere und deshalb auf Spenden angewiesen sei.

Der Grippevirus hatte zugeschlagen, und so musste man auf den Genuss tamilischen Tanzes verzichten. Auch Wir-hier-Ikone „Tlako“ konnte sich beim Aufbauen seiner Anlage Plan B überlegen, da sein Partner Deniz Kutlu ebenfalls krankheitsbedingt absagen musste. Mit acht Hüten und den darunter befindlichen Mitgliedern des von Maidi Langebartels seit langem geführten Vokalensembles „Intermezzo“ ging es mitten hinein in den Reigen musikalischer Darbietungen. Das Oktett, je zur Hälfte Mit Männern und Frauen besetzt, bot ein heiteres Lied über den Kult in und um das berühmte Pferderennen von Ascot in der englischen Grafschaft Berkshire. Das Publikum reagierte mit freudigem Applaus, und der Chor legte am Ende mit dem Langebartels-Lied „Man muss doch gönnen können“ leistungsmäßig die Latte noch ein wenig höher. Ensembleklang, rhythmische Sicherheit, Ausdruck und auch Performance stimmten rundum.

„Monday, Monday“, Kiersper Chor mit einem Namen, der an Flower-Power-Zeit erinnert und in dessen Name ein Titel der Gruppe „The Mamas and the Papas“ aufscheint, betätigte sich auf breitem Feld. Man biete einen sprachlichen wie kulturellen „Rundumschlag“, hieß es aus dem Chor. So ging es denn unter der Leitung von Johannes Koch farbenfroh und im Spagat zwischen den Kontinenten munter dahin, hier und da wurde mitgesungen, und das „Hootenanny“ nahm seinen Lauf. Darunter ist als Auftakt Klarinette solo mit einem Klezmer-Motiv und wenig später das bekannte jiddische Lied „Bay mir bistu sheyn“, begleitet mit Violine solo zu verstehen. Großen Applaus gab’s für dieses vom Publikum mit rhythmischem Klatschen begleitete Lied. „Tlako“ bot eigene Kompositionen über Gründe, weshalb ein Mensch sich in ein anderes Land aufmacht.

Die beiden Autorinnen Christel Plate und Bärbel Wengenroth aus der Geschichtenschmiede der VHS-Volmetal boten literarische Lesungen. Das Publikum harrte lange aus und genoss diesen Abend für einen guten Zweck. - usc

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