Leinenzwang im Stadtpark Thema im Rat

LÜDENSCHEID – Der in den vergangenen Wochen immer wieder kontrovers diskutierte Leinenzwang für Hunde im Stadtpark beschäftigt am Montag auch noch einmal den Rat. „Zur Klarstellung“ möchte die Stadtverwaltung die Gefahrenabwehrverordnung dahingehend ändern, dass Hunde im Stadtpark künftig grundsätzlich an einer Leine zu führen sind.

Hintergrund der geplanten Änderung: In der Vergangenheit hatte es immer wieder auch Diskussionen darüber gegeben, ob der Stadtpark denn nun ein Wald im Sinne des Landesforstgesetzes oder eine „der Allgemeinheit zugängliche, umfriedete Park-, Garten- oder Grünanlage“ im Sinne des Landeshundegesetzes sei. Denn nach dem Landeshundegesetz bestünde in jedem Fall ein Leinenzwang, nach dem Landesforstgesetz aber dürften Hunde auf befestigten Wegen eben auch ohne Leine laufen. Mit der neuen Formulierung werde die Frage der Klassifizierung des Stadtparks in diesem Punkt bedeutungslos, heißt es in der Vorlage für die Politik. In der Verordnung soll nun ein neuer Absatz eingefügt werden. Darin heißt es dann: „Hunde sind – unbeschadet der sonstigen Bestimmungen des Hundegesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen (...) sowie des Landesforstgesetzes (...) – im Stadtpark an einer zur Vermeidung von Gefahren geeigneten Leine zu führen.“

Unabhängig von der geplanten Änderung der Verordnung werde die Stadt daran festhalten, Kontrollen auf die Bereiche rund um den oberen, befestigten Weg und die sogenannte Reiterwiese zu beschränken, hieß es im Rathaus. Im Bereich unterhalb der Waldbühne werde die Stadtstreife nicht so genau hinsehen. Wie berichtet, droht Hundehaltern, die den Leinenzwang ignorieren, ein Verwarngeld in Höhe von 35 Euro. Im Wiederholungsfall müssen sie sogar mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 1000 Euro rechnen. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Beschwerden von Joggern oder auch von Familien mit kleinen Kindern gegeben, die sich von freilaufenden Hunden bedroht fühlten.

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