Leidenschaftlicher Appell an den Stadtrat

Schon im Schulausschuss traten Vertreter aus den Stadtteilen für den Erhalt der Hermann-Gmeiner-Schule ein.

LÜDENSCHEID ▪ Die Hoffnung stirbt zuletzt. Deshalb geben sowohl die Rathmecker als auch die Dickenberger und die Gevelndorfer den Kampf um den Erhalt der Hermann-Gmeiner-Schule noch nicht auf.

Mit einem leidenschaftlichen Appell wenden sie sich an die Ratsmitglieder, die am Montag um 17 Uhr im Ratssaal tagen, und beantragen, „die Entscheidung des Schulausschusses zu korrigieren und die notwendigen Maßnahmen zu treffen, neben dem Standort Gevelndorf auch den Standort Rathmecke-Dickenberg zu erhalten“. Stellvertretend für die Bürgerinnen und Bürger der beiden Stadtteile haben Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg und Pfarrer Thorsten Brinkmeier den Antrag unterschrieben. Darin finden sich die Ergebnisse und Anregungen aus der Versammlung in der vergangenen Woche im Gemeindezentrum Rathmecke-Dickenberg (wir berichteten) wieder: „Wir wissen, dass sich die Stadt im Nothaushalt befindet, und wir wissen es zu schätzen, dass der Rat der Stadt Lüdenscheid und die verantwortlichen Gremien sich in großer Verantwortung bemühen, angemessene Entscheidungen zu treffen. Dennoch – und gerade deshalb – bitten wir darum, die Einsparung von jährlich ca. 70 000 Euro durch die Schließung des Schulstandorts Rathmecke-Dickenberg nicht vorzunehmen.“ Die Kinder des SOS-Kinderdorfes – im Schnitt 20 in der Grundschule – ohnehin entwurzelt, brauchten Schulnähe und Vertrautheit, heißt es weiter. Das gelte ebenso für die ohnehin teilweise sozial schwachen Grundschulkinder im Stadtteil Rathmecke-Dickenberg. Zudem befürchten die Antragssteller durch die beabsichtigte Schulschließung einen Attraktivitätsverlust, der junge Leute davon abhält, sich dort anzusiedeln. „Die Schließung des Schulstandorts wäre in vielfältiger Hinsicht ein dramatischer Einschnitt und Verlust mit hoher Zukunftsauswirkung.“

Inzwischen liegt die schulfachliche Stellungnahme des Kreis-Schulamtes vor, in der Schulamtsdirektorin Susanne Wessels die Schließung ausführlich begründet.

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