Lehrermangel besonders an der Gesamtschule

LÜDENSCHEID ▪ Michael Lohr, Leiter der Adolf-Reichwein Gesamtschule (ARG), schildert die Situation als „maßlos traurig“: Vier von sechs ausgeschriebenen Lehrerstellen konnten bis zum Schuljahresbeginn nicht neu besetzt werden.

Hinzu kämen Kolleginnen und Kollegen, die aufgrund von Erziehungsurlaub, Sabbatjahr oder Krankheit fehlten. Auf Unterrichtskürzungen müssen sich die Eltern also einstellen: „Ich habe ihnen das auch per Info-Brief mitgeteilt.“ In der Oberstufe könne man ja nicht kürzen. Dort müssten die Kurse schon einmal vergrößert werden, was auch nicht ideal sei. „In den letzten Jahren konnten wir uns über eigene Referendare, die wir gehalten haben, helfen, aber diesmal fehlt es querbeet an Bewerbern. Vor einigen Jahren hatten wir viele Bewerber und keine Stellen. Das kehrt sich jetzt um und dürfte sich noch verschärfen.“ Man setze inzwischen auch auf Seiteneinsteiger und hoffe, dass sich die Situation bis zum Herbst entschärfen lasse.

Keine gravierenden Personalprobleme vermelden dagegen die anderen weiterführenden Schulen: „Wir sind ausreichend besetzt“, sagt Christiane Lanks-Blöink. Chefin der Theodor-Heuss-Realschule. Das 42-köpfige Kollegium unterrichtet 700 Schüler. Auch Christof Riedel, stellvertretender Leiter der Richard-Schirrmann-Realschule (RSR), ist zufrieden: „Wir sind sicher, eine fehlende Stelle für Deutsch/Geschichte schnell wieder besetzen zu können.“ Auch am Geschwister-Scholl-, dem Zeppelin- und dem Bergstadt-Gymnasium gleichen Neueinstellungen fehlende Fachkräfte aus. Das gilt am Zepp für die Bereiche Kunst und Sozialwissenschaften, Deutsch/Geschichte und Sport sowie am Scholl für Sport und Physik. Drei „Neue“ unterrichten dort zudem Erdkunde, Biologie, Mathematik, Religion, Sozialwissenschaften, Italienisch und Philosophie. Fünf Neueinstellungen vermeldet das BGL, womit drei Pensionierungen gut aufgefangen worden seien.

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