CDU und LL lehnen neuen Spielplatz am Kulturhaus ab

Ein Spielplatz im Kulturhausgarten für 100 000 Euro? SPD, FDP und Grüne wollen ihn, CDU und LL sind dagegen. Am Montag wird im Stadtrat darüber abgestimmt.

LÜDENSCHEID - Auf Skepsis und Ablehnung bei CDU und Lüdenscheider Liste (LL) stößt der Vorschlag der Ampelkoalition zum Bau eines neuen Spielplatzes im Kulturhausgarten für 100 000 Euro aus Konjunkturgeldern. Unions-Fraktionschef Oliver Fröhling sagte: „Das sieht aus, als hätten SPD, FDP und Grüne krampfhaft etwas gesucht, was die anderen garantiert nicht wollen.“ Und Angelika Linnepe (LL) meint: „Die wollen offenbar einen ureigenen Ampel-Spielplatz.“

Beide Fraktionsvorsitzenden kritisierten zudem die Informationspolitik im Vorfeld der Ratssitzung am Montag. Linnepe: „Wie schon im Dezember, als uns die Alternativen zum Mehrgenerationen-Spielplatz erst unmittelbar vor der Ratssitzung vorgelegt wurden, hätte ich mir die vorliegende Vorschlagsliste der Verwaltung früher gewünscht.“

Linnepe bezweifelt, dass der Spielplatz im Kulturhausgarten wirklich besser angesiedelt wäre als gegenüber im Brighouse-Park. „Das soll die Verwaltung mal erklären. Nach meinem Eindruck leben auf der Seite des Brighouse-Parks mehr junge Familien, deren Kinder dann immer erst übers Sauerfeld gehen müssten.“

Sollte der Platz kommen, der ihres Wissens Anlagen für jugendliche Skater vorsieht, könne es Probleme mit der Außengastronomie geben, von Vandalismus wie bei der Lichtrouten-Sitzbank ganz zu schweigen. Zudem sei der Kulturhausgarten beliebt bei Hundehaltern zum Gassigehen – „für einen Spielplatz auch keine gute Voraussetzung.“

Weil das Ampel-Konzept zum Konjunkturpaket vermutlich das einzige ist, das im Rat zur Abstimmung gelangt, will Fröhling für die CDU beantragen, dass über einzelne Punkte abgestimmt wird. Die Union will so ihr Nein zu einem neuen Spielplatz dokumentieren, „während andere verlottern“.

Zustimmen will die Union daher den 217 000 Euro zur Unterhaltung vorhandener Plätze. Auch die Idee, Spielgeräte im Rosengarten aufzubauen, werde unterstützt. „Ein neuer Spielplatz, Luftlinie 200 Meter entfernt, macht dann aber erst recht keinen Sinn.“ Für das Geld sollte die Fassade des Jugendraums am Nattenberg saniert werden. Dies hätte noch Energiespar-Effekte.

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