Frost setzt vielen Autos zu

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Michele (l.) und Toni Turturro vom Kfz-Meisterbetrieb City Auto Service füllen den Frostschutz in einem Auto nach.

Lüdenscheid Zugefrorene Scheiben, eine defekte Batterie, Autotüren, die sich nicht mehr öffnen lassen, oder eine festgefrorene Handbremse: So groß die Freude über das derzeitige Winterwetter bei vielen Lüdenscheidern auch ist, so bringen nicht zuletzt die Minusgrade auch manche Probleme mit sich. Und so landet dieser Tage der eine oder andere Autofahrer zwangsläufig in einer der heimischen Kfz-Werkstätten.

„Bei uns machen sich die Probleme durch den Frost deutlich bemerkbar. Die Kunden beklagen vor allem leere Batterien, kaputte Gummidichtungen an den Türen oder eingefrorene Türschlösser“, erzählt Toni Turturro vom Kfz-Meisterbetrieb City Auto Service. „Aber das ist jedes Jahr dasselbe, wenn die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen.“ Oftmals müssten sowohl die Batterien als auch die Seile der Handbremse erneuert werden – weil die Akkus sich meist schon zu oft entladen haben beziehungsweise die Isolierung der Handbremsenseile defekt ist. „Und dann friert sie aufgrund der Feuchtigkeit fest.“ Doch Toni und sein Vater, Kfz-Meister Michele Turturro, haben auch einfache Tipps parat, wie sich die typischen Winterprobleme minimieren, wenn nicht sogar vermeiden lassen. So helfe beispielsweise ein Fettstift (für die Lippen) gegen das Einfrieren der Gummidichtungen, Kriechöl gegen eingefrorene Türschlösser und mobile Sitzheizungen sowie Abdeckplanen gegen die dicken Eisschichten auf den Scheiben.

Wem diese auch von Innen einfrieren, dem könnten Zeitungspapier unter den Fußmatten oder spezielle Entfeuchter helfen – „die ziehen die Feuchtigkeit aus dem Fahrzeug“. Und: Wer die Lebensdauer seiner Batterie verlängern möchte, sollte mit seinem Auto nicht nur Kurzstrecken zurücklegen. Auch das Team beim „1-2-3-Autoservice Helbig“ verzeichnet seit der vergangenen Woche, also mit Einsetzen der Minusgrade, einen Anstieg der „Frostschäden“. „Defekte Batterien, die nur in den wenigsten Fällen wieder aufgeladen werden können, sowie eingefrorene Schlösser kommen derzeit natürlich gehäuft vor“, erklärt Juniorchef Sascha Helbig auf Anfrage unserer Zeitung. Das Wasser laufe am Tage ins Fahrzeug und gefriere dann in der Nacht. Und: „Viele Autos springen am Morgen einfach schwer an.“

Klaus Ballauf, Innungsvorsitzender des Kfz-Gewerbes und Geschäftsführer bei B&R-Automobile, kann von solchen Problemen seiner Kunden nicht berichten. „Viele haben sich bereits im Vorfeld für den Ernstfall gerüstet, ihre Autos regelmäßig gewartet und die entsprechenden Checks durchführen lassen. Damit lassen sich schon viele Probleme vermeiden“, ist Ballauf überzeugt.

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