Lüdenscheider City

Leerstehendes Einkaufszentrum: Investor stellte neue Pläne fürs Forum vor 

Blick auf die Tunnelkreuzung und einen Teil des Forum/Wellenbad-Komplexes (rechts). Für den Bereich direkt über der Tunneleinfahrt und einen Teil des Drei-Eigentümer-Gebäudes gibt es nun neue Pläne zur Modernisierung und Belebung.
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Blick auf die Tunnelkreuzung und einen Teil des Forum/Wellenbad-Komplexes (rechts). Für den Bereich direkt über der Tunneleinfahrt und einen Teil des Drei-Eigentümer-Gebäudes gibt es nun neue Pläne zur Modernisierung und Belebung.

Sauerland-Center, P&C-Gebäude, Forum: In diesem Bermuda-Dreieck versanken – aus ganz unterschiedlichen Gründen – jahrelang alle Bemühungen, das Stadtzentrum attraktiver zu machen. Das ändert sich.

Lüdenscheid - Jetzt, da die Innenstadt selbst baulich saniert und in Teilen umgestaltet wird, sich das Sauerland-Center zum Standort für Jobcenter und Stadtverwaltung mausert und die Terragon-Wohnresidenz-Pläne für den P&C-Standort Gestalt annehmen, stellt sich die Frage nach der Zukunft des Forums. „Ja“, sagt dazu Younus Mezori, Geschäftsführer der Y.Forum GmbH, „wir haben tatsächlich Anfang des Jahres neue Konzepte entwickelt.“

Man habe die Corona-Phase genutzt, um Entscheidungen zu fällen und Ideen für das Projekt auch anzugehen: Eine Mischung aus Wohnen, Gewerbe, Büros, unter anderem für den Hausmeister, sowie einem Lebensmittelmarkt als Kernstück treibt er derzeit voran. Vor allem das äußere Bild bei der Zufahrt aus Richtung Kölner Straße soll sich gründlich verändern. Aber auch innen soll das Forum nun endlich heller, moderner, freundlicher und vor allem belebt werden.

Inzwischen seien die Vorstellungen so weit gediehen, dass man damit an die Öffentlichkeit gehen könne, sagt er. Denn: „Die Stadt hat eine Bauvoranfrage bestätigt.“

Aufstockung einer Wohnetage geplant

Demnach hat die Frankfurter Unternehmerfamilie, die einen Teil des Komplexes 2015 im Rahmen einer Zwangsversteigerung erwarb, die Lüdenscheider Architektin Cornelia Amtenbrink mit einem ersten Planentwurf für die künftige Nutzung eines Teils des Forums beauftragt. Die Idee: Die Aufstockung um ein Geschoss soll weitere Wohneinheiten an der Stelle ermöglichen. Dass eine Aufstockung grundsätzlich möglich wäre, hat Younus Mezori nach eigener Aussage schon klären lassen: es ginge. Ob altersgerechtes oder betreutes Wohnen, Eigentum, Miete – das sei alles noch zu früh, noch nicht entschieden. Aber eine Wohnetage sei nötig, sagt Younus Mezori „damit es sich rechnet“.

Denn der Umbau-Aufwand ist groß, die Abstimmung kompliziert. Drei Eigentümern gehören jeweils Teilbereiche des Forums. Verkaufsabsichten der beiden anderen seien im Moment nicht erkennbar, so Mezori. Daher kann er nur mit dem eigenen Bereich sicher planen, will das aber so tun, dass man flexibel bleibt, falls sich an den Eigentumsverhältnissen doch noch etwas ändern sollte. „Das ist eine größere Nummer und alles nicht so einfach.“ Am Ende komme es auf den Nachbarn an: „Wir sind offen für ein Joint Venture.“

Ob es einen neuen Zugang geben kann, ein weiteres Parkdeck für Bewohner, ob noch Balkone an die aufgestockte Fassade über dem Tunnel kommen können, „weil die Aussicht so schön ist“ – das ist noch nicht klar. Klar ist: Die weitere Planung wird Zeit kosten, aus diesem ersten Entwurf kann sich noch einiges entwickeln: „Das ist jetzt ein kleiner Startschuss.“ Auf ein halbes bis ein Jahr schätzt er die weitere Ausarbeitung und Abstimmung von Plänen. Die Umsetzung dürfte noch einmal 18 bis 24 Monate dauern. Aber er sieht die Stadt im Aufschwung, sieht, dass sich etwas tut ringsum. Das steckt an. Der Wille, selbst Teil dieser Veränderung zu sein, sei da, betont Younus Mezori, und der Wille der Stadt, das auch zuzulassen, sei für ihn ebenfalls erkennbar. Natürlich hoffe man auf die Unterstützung der Stadt bei dem Vorhaben. Deren Wunsch nach einer Gesamtlösung sei zwar verständlich, „aber wir als Eigentümer können nicht über das Eigentum der anderen bestimmen“. Daher findet er: „Lieber eine Teillösung als gar keine Lösung.“

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