Dezember: Serkan Cumali Yilmaz

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Serkan Cumali Yilmaz rettete in der Nacht auf den 20. Dezember dem Lüdenscheider Uwe Uhlke das Leben.

Lüdenscheid - Eigentlich mag Serkan Cumali Yilmaz den Trubel um ihn gar nicht, den Bericht in unserer Zeitung – und den Dank, den ihm Familie Uhlke entgegen bringt. Denn für Serkan Cumali Yilmaz ist es ganz normal, anderen zu helfen.

In der Nacht auf den 20. Dezember hatte der 37-Jährige einem Schwerverletzten das Leben gerettet. Der Gevelndorfer Hundebesitzer Uwe Uhlke war zu seiner spätabendlichen Gassirunde aufgebrochen, als er auf eisbedeckter Straße stürzte und sich den Oberschenkelhals brach. Über eine Stunde rief er vergeblich um Hilfe. Wäre er wenige Minuten später gefunden worden, hätte das seinen Tod bedeutet, denn der Mann war stark unterkühlt, als er im Krankenhaus eintraf. „Immer, wenn ich in den Medien mitbekommen habe, dass Menschen weggesehen haben, wenn ihre Hilfe gefragt war, habe ich mir vorgenommen, anders zu handeln, wenn ich mal in so eine Situation komme. Für mich war sicher: Ich werde einschreiten“, erzählt Serkan Cumali Yilmaz. Und er hat Wort gehalten – und sich am besagten Abend um kurz nach Mittermacht auf die Suche nach dem Hilfe-Rufenden gemacht. Meine Mutter sagt immer: „Das, was du anderen Menschen gibst, bekommst du zehnmal zurück.“

Und ein bisschen von dem Glück, was er in der Nacht gegeben hat, kann Serkan Cumali Yilmaz gut gebrauchen. Denn er hat sorgenvolle Monate hinter sich. Vor einem Jahr bekam seine Freundin, die seit acht Jahren an seiner Seite ist, eine Tochter. Allerdings wurde die kleine Neyla aufgrund einer Schwangerschaftsvergiftung bereits im siebten Monat geholt und musste ihre ersten zwei Lebensmonate auf der Intensivstation verbringen. „Doch mittlerweile hat sich Neyla relativ normal entwickelt“, freut sich der gebürtige Türke. 1976 kam Serkan Cumali Yilmaz mit seinen Eltern und Geschwistern nach Lüdenscheid. Der 37-Jährige ist Verkäufer in einem Lüdenscheider Kunststofffachhandel. Früher war er begeisterter Fußballer, nach einer Sportverletzung gehört das Hobby allerdings der Vergangenheit an. „Jetzt ist meine Tochter mein Hobby“, so der stolze Vater.

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