Geliebte nach einem Streit erwürgt

Mann aus MK wegen Mordes verurteilt - Prozess muss neu aufgerollt werden

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Die Richter waren überzeugt, dass der Lüdenscheider aus niederen Beweggründen handelte. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil jedoch auf.

Lüdenscheid - Ab Freitag muss sich ein 42 Jahre alter Mann aus Lüdenscheid wegen Mordes vor dem Hagener Schwurgericht verantworten – und zwar schon zum zweiten Mal. Der Angeklagte war Ende August vergangenen Jahres zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Nach einem Streit mit seiner ehemaligen Geliebten hatte er sie am 25. Februar 2019 in deren Wohnung an der Lohmühlenstraße erwürgt. Die Richter waren überzeugt, dass er aus niederen Beweggründen handelte.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil jedoch auf. Der Grund: Das Landgericht habe die vorherige Auseinandersetzung in der Wohnung des Opfers als Motiv für die Tat nicht hinreichend berücksichtigt. Möglicherweise fällt damit das entscheidende Mordmerkmal – Voraussetzung für die Verhängung der Höchststrafe – weg. Darauf hatte der Lüdenscheider Strafverteidiger Dirk Löber in seinem Revisionsantrag an den BGH abgezielt.Löbers Mandant sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft. Mit der Entscheidung des höchsten Strafgerichts hat er Chancen, lediglich wegen Totschlags verurteilt zu werden. Dafür sieht das Strafgesetzbuch einen Strafrahmen zwischen fünf und 15 Jahren vor.

Die Hauptverhandlung beginnt am Freitag um 9 Uhr im Saal 247 des Hagener Landgerichts. Als Fortsetzungstermine sind der 6., 8., 21. und 30. Oktober vorgesehen. Das Urteil wird für den 10. November erwartet.

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