Lebenshilfe: Neue Aufgaben, neue Ressourcen

Aus dem Vorstandsteam wurde Peter Dickel (Mitte) verabschiedet, seinen Posten als Beisitzer bekleidet nun Dr. Wolfgang Schröder (3.v.l.). - Fotos: Grégoire

Lüdenscheid - Bei der Lebenshilfe bewegt sich einiges. Das erläuterten der erste Vorsitzende Friedrich Linden und Geschäftsführer Stephan Thiel bei der Mitgliederversammlung im Lebenshilfecenter.

Ab dem 1. Juli wird interdisziplinäre Frühförderung, ab dem 1. September Autismustherapie bei der Lebenshilfe angeboten. Zur Erfüllung der neu hinzugewonnenen Aufgaben bedarf es weiterer räumlicher und personeller Ressourcen. Da im Parterre des Gebäudes Wehberger Straße die bislang von der Caritas genutzten Räume frei wurden, werden diese nun zum Autismus-Therapie-Zentrum und für die interdisziplinäre Frühförderung umgebaut.

Aus dem Vorstandsteam wurde Peter Dickel verabschiedet. Seinen Posten als Beisitzer bekleidet nun Dr. Wolfgang Schröder. Zudem werden Friedrich Linden und Winfried Lütke-Dartmann im nächsten Jahr nicht mehr für den Vorstand kandidieren. Nachdem im vergangenen Jahr Marika Wollschläger und Rolf Wille als Geschäftsführer ausgeschieden waren, bekleidet nun alleinig Stephan Thiel dieses Amt.

Durch die steigende Lebenserwartung der Bewohner erhöhe sich deren Pflegebedarf. So soll in der Wohnstätte Wigginghausen noch in diesem Jahr ein Pflegebad eingerichtet wird. Einstimmig beschlossen wurden auf der Versammlung einige Änderungen in der Satzung. Unter anderem soll der Name von „Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Kreisvereinigung Lüdenscheid e.V.“ in „Lebenshilfe Lüdenscheid e.V.“ geändert werden. Auch eine neue EDV soll eingeführt werden.

Geschäftsführer Stephan Thiel gab den Interessierten einen kurzen Einblick in die verschiedenen Bereiche der Lebenshilfe, Mechthild Reer-Stracke erläuterte die interdisziplinäre Frühförderung, ein Komplex aus heilpädagogischen und therapeutischen Leistungen, die nun nach vielen Jahren Planung endlich eingeführt werden kann. Ob in der Frühförderung, in der Schulintegration, im Ambulant Unterstützen Wohnen, Reha-Sport oder im Familien Unterstützenden Dienst - überall sei die Nachfrage steigend. Auch in den Wohnstätten und Außenwohngruppen seien alle Plätze belegt. In der Wohnstätte Hotopstraße sei ein Demenzbereich geschaffen worden und auch die Hospiz-Kultur und „Palliativ care“ sollen im nächsten Jahr umgesetzt werden. In der Tagesbetreuung nehmen regelmäßig 15 Menschen mit Behinderungen an verschiedenen Projekten teil.

Die Stiftung Lebenshilfe konnte im letzten Jahr über 13.000 Euro für förderungswürdige Projekte ausschütten. Am 12. April fand die zweite integrative Schlagerparty im Festsaal Hohe Steinert statt. „Ein Highlight für Menschen mit und ohne Behinderungen“, wie Linden erinnerte. Am 3. Mai besuchten die Bundesvorsitzende Ulla Schmidt, die Bundestagsabgeordnete Petra Crone und Bürgermeister Dieter Dzewas die Geschäftsstelle der Lebenshilfe. Themen wie Inklusion oder die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen an Land- und Bundestagswahlen standen zur Diskussion. Beim Himmelfahrtspicknick wurde an der Wohnstätte Wigginghausen eine Gedenktafel enthüllt, mit der das Wirken von Manfred Silz und Jürgen Dietrich gewürdigt wurde.

Am Donnerstag, 27. Juni, um 11 Uhr findet im Kulturhaus die Präsentation eines Tanz-, Musik- und Theaterworkshops der Schule an der Höh statt, welcher von der Stiftung Lebenshilfe unterstützt wurde. Am Dienstag, 9. Juli, um 16 Uhr findet zum Thema „Inklusion“ in den Märkischen Werkstätten eine Podiumsdiskussion statt. - CG

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