Lebenshilfe eröffnet Autismus-Zentrum

Mitarbeiter der Lebenshilfe stellen das neue Angebot vor.

Lüdenscheid -  Die Lebenshilfe Lüdenscheid plant im Januar im Erdgeschoss der Geschäftsstelle an der Wehberger Straße 4b die Eröffnung eines Autismus-Therapie-Zentrums (ATZ). Einzugsgebiet soll der gesamte Märkischen Kreis sein.

„Nach Bedarf kann das Gebiet auch auf die angrenzenden Städte, Kreise und Kommunen ausgeweitet werden“, so Marlies Seeländer und Raphaela Mund, die eigens für ihre neue Aufgabe weitergebildet wurden.

In dem Therapie- und Förderzentrum für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) werden pädagogisch ausgebildete Mitarbeiter der Lebenshilfe individuell beraten und begleiten. Motopädin Marlies Seeländer und Dipl. Heilpädagogin Raphaela Mund haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Voraussetzungen für optimale Entwicklungs-, Lern- und Lebensbedingungen für Menschen mit ASS zu erstellen, um den Betroffenen eine gesellschaftliche Teilhabe am Leben zu ermöglichen. Zudem wird es eine Kooperation mit einem Psychologen/ Familientherapeuten geben. Das Projekt wird von der Aktion Mensch gefördert.

„Aktuelle Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass etwa ein Prozent der Bevölkerung von einer Autismus-Spektrum-Störung betroffen ist. Oftmals müssen Eltern mit ihren Kindern und Jugendlichen Monate, wenn nicht Jahre auf einen Förderplatz warten, der meist noch weit entfernt vom Wohnort liegt“, erläutert der Lebenshilfe-Vorsitzende Friedrich Linden. „Fachliche, räumliche und personelle Möglichkeiten machten es uns als Lebenshilfe möglich, uns dem Thema zuzuwenden.“

„Darüber hinaus fühlen wir uns unserer Gründungsvorsitzenden Elvira Crummenerl verpflichtet, die nicht nur ihren eignen Sohn in aufopferungsvoller Weise förderte, sondern auch deutschlandweit große Verdienste in der Autismustherapie erworben hat“, erinnerte Linden an die Ursprünge. „Ich denke, dass die Lebenshilfe Lüdenscheid mit der Gründung des ATZ einen bedeutsamen Schritt der Weiterentwicklung getan hat. Schon Anfang 2012 wurde von unserer Frühförderstelle eine umfangreiche Bedarfserhebung durchgeführt, die bestätigte, dass der Bedarf für ein Autismus-Therapie-und Förderzentrum im Märkischen Kreis vorhanden ist“, bestätigte Geschäftsführer Stephan Thiel.

Auch wenn es erst im Januar losgeht: Interessierte können sich ab sofort schon bei Raphaela Mund unter der Telefonnummer 02351/6680264 oder Email-Adresse raphaela.mund@lebenshilfe-luedenscheid.de melden. Auch Marlies Seeländer, Telefon 02351/6680263 (Email: marlies.seeländer@lebenshilfe-luedenscheid.de) steht für Fragen zur Verfügung. - CG

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