Polizei stoppt Transporter

Lebensgefährlicher Pfusch im MK: Gutachter traut seinen Augen kaum

Die Polizei stoppte in Lüdenscheid eine "rollende Zeitbombe". Als der Gutachter den schrottreifen Transporter von unten betrachtete, traute er seinen Augen kaum.
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Die Polizei stoppte in Lüdenscheid eine "rollende Zeitbombe". Als der Gutachter den schrottreifen Transporter von unten betrachtete, traute er seinen Augen kaum.

Lüdenscheid - Die Polizei stoppte am Freitag in Lüdenscheid eine "rollende Zeitbombe". Als der Gutachter den schrottreifen Transporter von unten betrachtete, traute er seinen Augen kaum.

Am Freitag kontrollierten Polizeibeamte im Eggenscheid einen rumänischen Fahrer, der mit einem in Polen zugelassenen Kleintransporter unterwegs gewesen ist. 

Der Ford Transit hatte seine besten Jahre offenbar schon hinter sich. Viel Rost am Blechkleid und starker Ölverlust am Motor sollten die geringsten Mängel sein, teilt die Polizei mit. Was sich nach der Begutachtung durch einen hinzugezogenen Sachverständigen offenbarte, verblüffte die leidgeprüften Kontrolleure der Polizei.

Eine Druckleitung der Servolenkung des Kleintransporters war mehrfach mit einem Gummischlauch „geflickt“ worden, der lediglich mit kleinen Schlauchschellen verschraubt und stark undicht war. 

Diese Druckleitung ist normaler Weise ein durchgängiges Metallrohr, durch das das Öl der Servolenkung mit etwa 70 bar gedrückt wird und so dem Fahrer ein leichtes Lenken ermöglicht. Fällt diese Lenkunterstützung abrupt aus, ist das Fahrzeug nahezu unlenkbar und ein Unfall vorprogrammiert.

Nach Aussage des Sachverständigen war dieser „Pfusch“ lebensgefährlich für die Insassen des Kleintransporters und andere Verkehrsteilnehmer. Der Transit wurde sofort stillgelegt und aus dem Verkehr gezogen.

Das Bußgeld in Höhe von 210 Euro entrichtete der rumänische Fahrer direkt vor Ort, in Form einer Sicherheitsleistung. Dem polnischen Halter wird ein Bußgeldbescheid über 300 Euro in seiner Heimat zugestellt.

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