"Lebensgefährlich": Polizei stoppt Lkw mit fatalen Mängeln

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Lüdenscheid - Gleich zwei "abenteuerliche" Gefährte sind der Lüdenscheider Polizei bei Kontrollen am Dienstag aufgefallen und aus dem Verkehr gezogen worden. 

Im Bereich Buschhauser Weg/Leifringhausen kontrollierten die Beamten des Verkehrsdienstes den Klein-Lkw eines Schrottsammlers. Schon auf den ersten Blick soll das Fahrzeug einen maroden Eindruck gemacht haben - was sich bestätigte, als die Polizisten unter den Lkw blickten: Großer Ölverlust am Motor, starke Durchrostungen der Karosserie und Stoßdämpfer ohne Funktion waren noch die geringsten Übel.

"Lebensgefährlich" war laut Polizeimitteilung die nicht vorhandene Bremswirkung. Die Bremsleitungen waren demnach derart undicht, dass die Bremsflüssigkeit im hohen Bogen heraus sprühte. Selbst die Handbremse funktionierte nicht. Nicht auszudenken, was im Falle einer Notbremsung passiert wäre.

Bulgarische Besatzung hatte kein Einsehen

Ein technischer Kfz-Sachverständiger bestätigte die Mängel und stellte die Verkehrsunsicherheit fest. Da die bulgarische Besatzung kein Einsehen darüber hatte, dass sie so nicht am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen darf, musste das Fahrzeug beschlagnahmt und abgeschleppt werden, um die Weiterfahrt zu verhindern. Den Fahrer und den Halter erwarten jeweils eine Ordnungswidrigkeitenanzeige und ein Bußgeld über mehrere hundert Euro, plus die Kosten des Abschleppens.

Schon eine gute Stunde zuvor hatten die Beamten einen bulgarischen Fahrer mit seinem in Polen zugelassenen Sattelschlepper und einem in Italien zugelassen Auflieger. Auch dieses Gespann hatte einen gefährlichen Mangel: Alle sechs Reifen des Aufliegers wiesen eine sogenannte "Bremsplatte" auf. So eine Bremsplatte entsteht, wenn der Auflieger mit blockierenden Rädern eine längere Strecke über die Fahrbahn gezogen wird. 

"Bremsplatten" an sechs Reifen

Durch den dann entstandenen Gummiabrieb an nur einer Stelle des Reifens, ist das Profil an dieser Stelle weg und der Reifen stark geschwächt - es besteht die Gefahr von Reifenplatzern. 

Dem Fahrer wurde die Weiterfahrt untersagt und auferlegt, die sechs Reifen zu erneuern. Eine Geldbuße von 210 Euro entrichtete er direkt vor Ort.

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