Lebendige Partnerschaft mit viel Schwung

LÜDENSCHEID – Alle zwei Jahre besucht zur Osterzeit eine Delegation der britischen Lüdenscheid-Brighouse-Society ihren deutschen Partnerverein, die Lüdenscheid-Brighouse-Gesellschaft, in der Bergstadt. In diesem Jahr sind die Briten seit Karfreitag und noch bis Sonntag zu Gast.

Nachdem am Samstag ein Begrüßungsabend im Restaurant „Heerwiese“ stattgefunden hatte, folgte am Sonntag nach einem Gottesdienst in der Kreuzkirche der offizielle Empfang der 15-köpfigen Delegation im Ratssaal. Neben Bürgermeister Dieter Dzewas und Alt-Bürgermeister Friedrich-Karl Schmidt waren zahlreiche Vertreter der unterschiedlichen Parteien beim Empfang anwesend.

Die partnerschaftlichen Aktivitäten zwischen Brighouse und Lüdenscheid begannen bereits im Jahr 1950, nur fünf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Im Jahr 1962 wurden die beiden Gesellschaften offiziell gegründet. Bürgermeister Dieter Dzewas wies im Rahmen seiner Ansprache darauf hin, dass das 60-jährige Jubiläum der Partnerschaft zwischen Brighouse und Lüdenscheid ausführlich im Rahmen des diesjährigen Stadtfestes im September gefeiert wird. „Ich freue mich über die lebendige Partnerschaft, die in 60 Jahren nichts an Elan und Schwung verloren hat und wünsche ihr eine fruchtbare Zukunft, die auch weiterhin ganz im Zeichen der Freundschaft stehen soll“, so Dieter Dzewas.

Seinen Dank richtete der Bürgermeister an die Initiatoren, die die deutsch-britische Freundschaft vor sechs Jahrzehnten ins Leben riefen sowie an all jene, die sie bis in die heutige Zeit fortführten. Chris Redfearn, inzwischen Vorsitzender und Präsident der Brighouse-Lüdenscheid-Society in einer Person, dankte indes den Lüdenscheider Gastfamilien sowie der Brighouse-Gesellschaft für das abwechslungsreiche Programm, das die britischen Gäste in der kommenden Woche erwartet. Für die Stadt Lüdenscheid nahm Dieter Dzewas ein Gastgeschenk von Chris Redfearn in Form eines Bildes entgegen, das wichtige historische Gebäude der britischen Partnergemeinde zeigt.

Jens Holzrichter, Vorsitzender der Lüdenscheid-Brighouse-Gesellschaft, bestätigte schließlich die Aussage des Präsidenten der Brighouse-Lüdenscheid-Society, dass besonders auch junge Menschen in die Partnerschaft der Gemeinden einbezogen werden müssen. Ein Beitrag hierzu wurde mit drei Schülern der Albert-Schweizer-Hauptschule und der Hauptschule Stadtpark geleistet, die durch besonders gute Englischnoten überzeugten und dafür mit der Möglichkeit zur Teilnahme am gesamten Programm des Osterbesuches belohnt wurden.

Lukas Polewski (Albert-Schweizer-Hauptschule) sowie Ferhat Konusul und Ioannis Fotiadis (beide Hauptschule Stadtpark) wurden bereits im Rahmen des Begrüßungsabends am Samstag vorgestellt und waren auch beim städtischen Empfang anwesend. Nach dem offiziellen Teil konnten sich die Mitglieder der Delegation über Lüdenscheider Regenschirme sowie einen Sektempfang freuen.

Gestern trafen sich die britischen Gäste und ihre Gastgeber bei einem Besuch der „Phänomenta“, wo die Gruppe spektakuläre Experimente bewundern und auch selbst ausprobieren konnte. Als Abfahrtsort für den Tagesausflug am Mittwoch nach Essen ist inzwischen der Schützenplatz Hohe Steinert und nicht, wie zunächst geplant, die Albert-Schweizer Schule vorgesehen. Los geht es um 8.30 Uhr.

Björn Othlinghaus

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