Trillerpfeifen, Sirenen und „Nazis raus“-Rufe

Lautstarker Protest: "Kein Platz für die Rechten"

Mit Plakaten und Bannern machten die Demonstranten deutlich, was sie von den Rechtsextremen hielten.

Lüdenscheid - Es war ein deutliches Zeichen gegen Rechts: Mit Trillerpfeifen, Sirenen und „Nazis raus“-Rufen protestierten am Dienstagnachmittag mehr als 150 Lüdenscheider gegen die rechtsextreme NPD.

Nachdem diese im Wahlkampf eine Kundgebung auf dem Rathausplatz angemeldet hatte, organisierte die Initiative „In Stadt, Land und Staat – kein Nazi in den Rat“ spontan eine Gegenveranstaltung. Insgesamt blieb es in der Innenstadt friedlich.

Schon von Weitem waren die Trillerpfeifen und Tröten zu hören, bunt wehten die Fahnen und Banner der einzelnen Vertreter der Initiative sowie Mitgliedern der „Antifa“ auf dem Sternplatz. Und sie machten deutlich: „Diese Stadt hat Nazis satt!“, „Zeigt Nazis die rote Karte!“ oder „Lüdenscheid stellt sich quer – nie wieder Faschismus!“

Lesen Sie zum Thema auch:

- Protest gegen die NPD-Kundgebung

„Wir möchten friedlich zeigen, dass nicht die braune Farbe das Stadtbild bestimmt, sondern viele bunte Farben“, erklärte Fabian Ferber, Initiator der Gegendemonstration. Gemeinsam mit Bernd Benscheidt freute er sich, dass trotz der kurzfristigen Einladung so viele Menschen gekommen waren.

„Ich bin froh, dass so viele Gegendemonstranten da sind und zeigen, dass die Rechten in der Stadt keinen Platz haben“, erklärte auch Bürgermeister Dieter Dzewas. „Es macht ein stückweit stolz, dass es bislang immer gelungen ist, gegen diese Truppe Flagge zu zeigen.“

Gegen 16.15 Uhr war der Lastwagen der NPD auf den Rathausplatz gefahren, wenig später versuchten etwa 15 Mitglieder der rechtsextremen Partei ihre Parolen unters Volk zu bringen. Doch sie blieben ungehört – zu lautstark waren die Proteste des Bündnisses sowie der linken Antifa, die die Gruppe um den NPD-Bürgermeisterkandidaten Stephan Haase gar nicht zu Wort kommen ließen.

Kundgebung gegen NPD-Aktion auf dem Lüdenscheider Sternplatz

Nach einer guten Stunde war die Kundgebung der Rechten dann vorbei: Begleitet von der Bereitschaft der Polizei Dortmund sowie heimischer Kräfte, die während der gesamten Veranstaltung Präsenz zeigten, aber nie eingreifen mussten, verließ der Lkw wieder die Stadt.

Die Initiatoren zeigten sich am Ende zufrieden: „Die NPD hatte keine Möglichkeit, ihre Prasen an die Bevölkerung zu bekommen. Jetzt appellieren wir an alle, am 25. Mai zur Wahl zu gehen, damit die NPD nicht noch einmal in den Rat kommt.“

 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare