Laubentsorgung: Das ist erlaubt und das nicht - mit Video

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Mehmet Arslan, Olaf Mathis und Manfred Kindel (von links) gehören zum Team des STL, das für die Laubbeseitigung in der Stadt verantwortlich zeichnet.

Lüdenscheid – Im Einsatz bis das letzte Blatt gefallen ist: Seit Ende September sind die Mitarbeiter des STL (Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid) unterwegs, um die Straßen und Gehwege der Stadt vom Laub zu befreien.

So mancher Kubikmeter wird dabei von den „überdimensionierten Staubsaugern“ aufgesammelt, so mancher Kilometer für die Entsorgung zurückgelegt. 

„Mit dem Frost kommt alles runter – dann ist das Ende nah“, wissen Olaf Mathis und Manfred Kindel. Sie gehören zu dem großen Team des STL, das in der Mission „Laubentsorgung“ unterwegs ist. Doch nicht allein der STL ist für die Entsorgung der bunten Blätter verantwortlich, auch Grundstücksbesitzer stehen in der Pflicht. Ein Überblick: 

Wer ist wo zuständig? 

Grundstücksbesitzer müssen die Gehwege vom Laub befreien, damit es bei Nässe nicht zu ungewollten Ausrutschern kommt. Denn sobald die Kommune die Pflicht zum Kehren auf die Hausbesitzer übertragen hat, sind diese für die Verkehrssicherheit verantwortlich – und haften im Zweifel, wenn etwas passiert. 

Grundsätzlich gilt auch die Verkehrssicherungspflicht: Ähnlich wie bei Schnee und Glätte müssen Hauseigentümer dafür sorgen, dass der Weg gefahrenfrei begehbar ist. Dabei ist es auch egal, ob das Laub von eigenen Bäumen stammt oder nicht. 

In der Straßenreinigungssatzung ist geregelt, dass Eigentümer den Gehweg vor dem eigenen Grundstück, je nach Reinigungsklasse, wöchentlich oder vierzehntäglich reinigen müssen. Auf öffentlichen Straßen, Wegen und Grünanlagen übernehmen diese Aufgabe die Mitarbeiter des STL. Sie sind grundsätzlich für die Straßenreinigung verantwortlich – und machen keinen Unterschied zwischen Dreck, Laub oder Schnee. 

Wie oft wird wo gereinigt? 

Grundsätzlich sind die Teams des STL täglich für die Straßenreinigung im Einsatz. Wann, wo und wie oft das passiert, ist in der sogenannten Straßenreinigungssatzung festgelegt. In ihr sind die einzelnen Straßen – je nach überwiegender Verkehrsbedeutung – in insgesamt neun Reinigungsklassen unterteilt. Diese wiederum regeln die Reinigungspflicht und -häufigkeit. 

Und: „Außergewöhnliche Verunreinigungen, dazu zählt auch starker Laubfall, sind unverzüglich zu beseitigen“, heißt es in der Satzung. 

Wie wird das Laub entsorgt? 

Straßenkehricht muss vom STL gesondert entsorgt werden, denn von den Kehrmaschinen wird nicht nur Laub aufgesammelt, sondern auch (stickoxidbelasteter) Restmüll. Gesammelt werden die Laubmengen zunächst in einem Zwischenlager, bevor sie per Großcontainer abgefahren werden. 

Für Privatleute gilt: „Laub gehört in die Kompostierung.“ Das kann sowohl der Komposthaufen im Garten sein als auch die braune Tonne für Grünabfälle. Wer weiteren Bedarf hat, kann das Laub auch kostenfrei zum STL-Recyclinghof bringen. 

Das Verbrennen von Laub ist in Lüdenscheid – wie auch in vielen anderen Kommunen –übrigens verboten: „Aufgrund des hohen Wassergehalts raucht und stinkt brennendes Laub, außerdem wird Feinstaub freigesetzt“, weiß auch die Verbraucherzentrale NRW. 

Darf Laub auch im Garten liegen bleiben? 

So mancher Gartenbesitzer spart sich das lästige Abharken von Rasen und Beeten und lässt das Laub einfach liegen. Und tut damit sogar Gutes, denn: „Zusammengekehrte Laubhaufen sind für viele Tiere eine notwendige Überwinterungshilfe. Zum Beispiel für Igel und die Larven vieler Schmetterlinge. Verteilt auf Beeten und unter Bäumen, finden dort Regenwürmer, Spinnen, Käfer, Molche, Raupen und Falter einen Unterschlupf“, weiß der Naturschutzbund Deutschland. 

Darf man Laubbläser zu Hilfe nehmen? 

Während die Nabu-Experten dieses Hilfsmittel kategorisch ablehnen – aufgrund seiner Lautstärke, der Abgase und nicht zuletzt möglicher Schäden für die Tiere –, unterliegen Laubbläser grundsätzlich Vorschriften. Da sie eine Lautstärke zwischen 85 und 110 Dezibel erreichen, dürfen sie nur zu bestimmten Zeiten eingesetzt werden. 

Für Lüdenscheid heißt das: Werktags von 9 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr dürfen die Hilfsmittel benutzt werden. Ausnahme: Trägt das Gerät die sogenannte „Euroblume“ (europäisches Umweltzeichen) und ist damit geräuschärmer, darf es werktags auch von 7 bis 20 Uhr benutzt werden.

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