Laternen: 3,5 Millionen Euro für Umrüstung 2013 geplant

Ein Teil der Laternen an Lüdenscheids Straßen sollen mit Zuschüssen des Bundes auf LED-Leuchten umgerüstet werden.

LÜDENSCHEID ▪ Mit 3,5 Millionen Euro zählt die Modernisierung der Straßenbeleuchtung in Lüdenscheid zu den ganz großen Posten bei den geplanten Investitionen im Stadthaushalt 2013.

Hintergrund ist die gesetzliche Vorgabe, wonach bis Ende 2015 keine Energiefresser mehr an Straßen und Wegen strahlen dürfen. Moderne Sparleuchten und LEDs sollen sie Zug um Zug ersetzen, ähnlich wie hergebrachte Glühbirnen allmählich aus den Haushalten verschwinden müssen.

Begonnen wurde die Sanierung in Lüdenscheid bereits im letzten Jahr, laufen soll sie noch bis 2015. Dafür sind 2014 und 2015 jeweils nochmals 1,765 Millionen Euro vorgesehen. Der Betrag für 2013 setzt sich aus 1,1 Millionen Euro aus dem „Jülich“-Programm, bei dem der Bund der Stadt nur für die LED-Ausstattung direkt 200.000 Euro überweist, sowie 2,4 Millionen Euro aus einem rein städtischen Topf zusammen.

Mit dem Austausch der Leuchten ist es für die Stadt nicht getan. Der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) muss jeweils ganze Laternenköpfe austauschen – „und da, wo sie rostig sind, auch die Masten“, erklärte Yvonne Schubert, die beim STL für die Straßenbeleuchtung zuständig ist. Laut Yvonne Schubert sollen zunächst vor allem die pilzförmigen weißen Leuchten ausgetauscht werden. Umgerüstet wird 2013 demnach in Buckesfeld/Othlinghausen, in Teilen von Brügge, in Stüttinghausen, Höh, Worth und Kluse sowie am Wehberg.

Stadtweit geht es um 9200 „Brennstellen“ mit 16.000 Leuchten. Ein Drittel davon ist sogar noch mit den bald verbotenen Quecksilber-Dampflampen ausgestattet. Diese Laternen weisen ein Durchschnittsalter von 36 Jahren auf. Alle Lüdenscheider Straßenleuchten zusammen sind im Schnitt auch noch stolze 32 Jahre alt.

Das Büro „start.design“, das die Lüdenscheider Laternenwelt unter die Lupe nahm, erwartet nach der Modernisierung bei den Energiekosten eine jährliche Ersparnis in Höhe von 350.000 Euro. Zudem würden dann 1200 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Luft geblasen, die heute noch bei der Erzeugung der nötigen Energie anfallen.

Hinzu kommt der Wegfall eines großen Teils der Wartungskosten, die aktuell bei etwa einer halben Million Euro jährlich liegen.

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