Lange Ringelnatter aufgebläht und stinkig

Mirko Beste „traf“ diese Ringelnatter an der Fuelbecker Straße.

LÜDENSCHEID ▪ Mirko Beste hat keine Berührungsängste, wenn‘s mal kreucht und fleucht vor seinen Füßen, und so schnappte er sich auch am Vatertag ganz locker eine über einen Meter lange Schlange, die er an der Fuel-becker Straße in der Nähe der Autobahnbrücke fand.

An einem Ast hob er das Reptil hoch, das sich um das unwillkommene Hindernis schlängelte und mit Kopfstößen schon eine gewisse Aggressivität signalisierte. „Das hat mir aber nichts ausgemacht“, sagte der 25-jährige Lüdenscheider, der mit Handy-Aufnahmen von dem Tier in die LN-Redaktion kam. Hier herrschte zunächst angesichts der Größe der Schlange Unsicherheit über die Art. Ein Kollege tippte zwar gleich auf eine Ringelnatter, doch endgültige Sicherheit brachte erst ein Anruf bei Uwe Eulenberger in Nachrodt-Wiblingwerde, anerkannter Reptilienexperte. „Der Kopf, die Zeichnung zwischen Ober- und Unterkörper sind eindeutig. Die trüben Augen und die Schuppen lassen darauf schließen, dass sie in der Häutung ist.“ In der Regel werden die Ringelnattern zwischen 80 und 120 Zentimeter lang. Es können auch 1,40 Meter werden, wenn das Jagdgebiet gut ist. Bei Gefahr strömen sie ein übel riechendes Sekret aus. Ist eine Flucht nicht möglich, blähen sie sich auf und wirken dadurch größer.

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