Bergische Eisenbahn-Freunde zeigen H0-Welten in Lüdenscheider Museen

Der „lange Heinrich“ auf Tour

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Dr. Eckhard Trox (Mitte), freut sich, dass die Bergischen Eisenbahn-Freunde um Frank Berster (links) und Gernot Cramer von Clausbruch die Ausstellung zum 30. Geburtstag, den der Verein am 5. April feiert, in Lüdenscheid zeigen.

Lüdenscheid - Städte und Landschaften, verbunden über Straßen und Schienen mit Autos und Zügen, die permanent unterwegs sind: Am Samstag und Sonntag, 14. und 15. April, werden die Bergischen Eisenbahn-Freunde aus Wipperfürth einmal mehr in den Museen der Stadt Lüdenscheid zu Gast sein und anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens eine Modelleisenbahn ausstellen, die in Sachen Technik, Vielfalt und Größe ihresgleichen sucht.

Die Besonderheit der Anlage ist, so erklärten Vereinsvorsitzender Frank Berster und sein Stellvertreter Gernot Cramer von Clausbruch, dass auf ihrer H0-Spur gleichzeitig Züge von Märklin und von Fleischmann fahren können: „Wir überbrücken die technischen Unterschiede“, sagen sie und sprechen von „zwei Glaubensrichtungen“ unter Modellbahnfans, die sie unter einen Hut bringen. Ein Highlight der Anlage wird ein Modell des „langen Heinrich“ sein, der in den 1960er- und -70er-Jahren das wichtige Erz von Emden ins Ruhrgebiet brachte – 50 Waggongs, gezogen von zwei Dampflokomotiven. Allein dieser Zug ist im H0-Format 7,50 Meter lang. Um alle Module für ihre Anlage transportieren zu können, benötigen die Eisenbahnfreunde einen 7,5-Tonnen-Lastwagen.

Für Museumsleiter Dr. Eckhard Trox wird mit der Ausstellung die Brücke geschlagen zum Zug der KAE, der auf der Empore der Museen an die Zeit erinnert, als die Kleinbahn die wichtigste Verbindung der Märkischen Region an die überörtlichen Verkehrsnetze war. Für ihn bilden die Miniaturwelten der Eisenbahnfreunde deutsche Wirklichkeit ab, wobei Epochengrenzen überschritten werden.

„Wir versuchen das nachzubilden, was uns in Wirklichkeit gefällt“, das Gernot Cramer von Clausbruch. Dazu zählt auch eine Modulgruppe, bei der Autos und Lastwagen auf den Straßen fahren und an beschrankten Übergängen die Gleise kreuzen. Wenn Züge kommen, gehen, wie im richtigen Leben, die Schranken runter und die anderen Fahrzeuge müssen warten – dabei funktioniert alles vollautomatisch. Trox lädt alle Interessierten ein, sich die „tolle, vorbildliche Anlage“ anzusehen. „Es ist eine Freude, sie in Bewegung zu sehen.“ Das Team des Museumscafés soll an beiden Ausstellungstagen eingebunden werden, um den Aufenthalt bei der Modellbahn im Foyer mit einem entsprechenden gastronomischen Angebot zu ergänzen.

Die Ausstellung ist am 14. und 15. April jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 2,50 Euro für Erwachsene, 1,50 Euro ermäßigt. Die Familienkarte ist für 5 Euro zu haben. Kinder bis zehn Jahren haben freien Eintritt. Weitere Infos gibt es unter www.bef.berg.net

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