1. come-on.de
  2. Lüdenscheid

Landtagswahl: DOPE, ÖDP und Piraten über Ergebnisse

Erstellt:

Von: Kristina Köller

Kommentare

null
David Spangenberg (DOPE), Claudius Bartsch (ÖDP) und Jonas Pöhler (Piraten). © Kristina Köller, Jakob Salzmann, piraten-iserlohn.de

Lüdenscheid - Vom Einzug in den Landtag sind sie mit ihren Ergebnissen weit entfernt. Claudius Bartsch (ÖDP) und David Spangenberg (DOPE) sind trotzdem zufrieden, wie sie am Montag sagten. Jonas Pöhler (Piraten) trägt es mit Fassung. Und die Bundestagswahl im September haben sie alle bereits im Blick.

„Wir sind sehr zufrieden mit unserem Ergebnis und sehen das als gute Grundlage für unsere weitere Arbeit“, sagt Claudius Bartsch. Der Lüdenscheider ist am Sonntag für die ÖDP bei der Landtagswahl angetreten und erreichte im Wahlkreis 123/Märkischer Kreis III 0,79 Prozent der Erststimmen.

„Es wäre eine Illusion gewesen, wenn man damit gerechnet hätte, dass ich in den Landtag einziehe. Damit haben wir auch nicht gerechnet. Aber es war spannend und eine große Freude, den Wahlkampf mit viel Einsatz zu stemmen.“ Jetzt werde der ÖPD-Kreisverband schauen, ob es einen Kandidaten aus seinen Reihen für die Bundestagswahl geben wird. „Ich selbst aber nicht, denn ich finde, es wäre unglaubwürdig, erst für den Landtag und dann für den Bundestag zu kandidieren.“

Insgesamt sei die Gruppe von fünf Personen bei der kleinen Wahlparty in Bartsch Gartenhaus vom Wahlausgang zugunsten der CDU überrascht gewesen. „Ich glaube nicht, dass sich mit der neuen Regierung für NRW etwas ändert“, sagt Bartsch im Hinblick auf die Klimaschutzziele, die die ÖDP hauptsächlich beschäftigen. Eine radikale Wende, "die wir zur Senkung der CO2-Emissionen bräuchten", werde es nicht geben - mit der CDU, die Wirtschaftswachstum erreichen wolle, erst recht nicht.

"Ich würde gerne für 'Die Linke' oder 'Die Partei' kandidieren"

Direktkandidat David Spangenberg (DOPE), der sich für die Legalisierung von Cannabis einsetzt, hat den Wahlausgang zuhause verfolgt – „zumindest die ersten Auszählungen. Danach nicht mehr, so sehr hat es mich dann nicht interessiert.“

Er sei mit seinem Ergebnis (0,23 Prozent) „sehr zufrieden“. Die 100 Stimmen, die er anvisiert hatte, habe er damit erreicht. „Ich bin traurig, dass ‘Die Linke’ den Einzug in den Landtag nicht geschafft hat.“ Vom Wahlsieg der CDU sei er überrascht, für die SPD habe er mehr Stimmen erwartet.

Für sich persönlich sieht der „KrinsKram“-Verkäufer eine Perspektive in einer Kandidatur für den Bundestag. „Ich würde gerne für ‘Die Linke’ oder ‘Die PARTEI’ kandidieren.“ In letzterer sei er Mitglied.

Piraten mit Wert unterm Landesergebnis

Jonas Pöhler (Piraten) holte in seinem Wahlkreis 1,12 Prozent bei den Erststimmen und liegt damit knapp über dem Landesergebnis. Über die Zweitstimme erlangte die Partei 0,74 Prozent – und liegt damit noch unter dem Landesergebnis. „Passiert“, sagt Pöhler dazu. Der verpasste Wiedereinzug der Piraten in den Landtag habe gezeigt, dass man sich noch mehr anstrengen müsse. Ab sofort richte sich der Blick auf den Bundestagswahlkampf. Ob Pöhler selbst antritt, das sei noch nicht klar. Die Aufstellung erfolge im Juni. 

Auch interessant

Kommentare