Landrats-Stichwahl mit reduziertem Aufwand

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Lüdenscheid - Etwa 400 von mehr als 800 Wahlhelfern, die zur Stichwahl des Landrats am 15. Juni hätten antreten müssen, erhalten in der kommende Woche Post. Sie werden für dieses Amt „entpflichtet“.

Möglich wird das im Wesentlichen, weil in den Wahllokalen, in denen am Sonntag zur Kommunalwahl stimmbezirksscharf an mehreren Urnen abgestimmt wurde, jeweils nur noch ein Wahlvorstand eingerichtet wird. Entsprechend verringert sich der Personalbedarf.

Darum werde es auch nur noch ein Gesamtergebnis für Lüdenscheid, nicht aber aus den einzelnen Wahlbezirken geben, kündigte im LN-Gespräch Wolfgang Padur, Leiter des Bürgeramtes, an. Die Wahlbenachrichtigungen mit den entsprechenden Adressen blieben weiter gültig, so Padur: „Für den Wähler ändert sich nichts.“ Grund sei, dass für nur einen Wahlgang der Aufwand wie auch die Kosten problemlos reduziert werden könnten – auch durch den Wegfall des Taschengelds von 50 Euro je Wahlhelfer, der am 15. Juni nicht einrücken muss.

Bei aller Hoffnung bleibe die Erwartung unrealistisch, dass die Beteiligung bei der Stichwahl zwischen Tomas Gemke (CDU) und Lutz Vormann (SPD) bedeutend steigen werde, so auch Wahlleiter Wolff-Dieter Theissen am Montag im Wahlausschuss bei der formalen Feststellung des Ergebnisses.

Einen ausdrücklichen Dank an die Wahlhelfer formulierte Bernd Schildknecht (SPD) mit breiter Zustimmung des gesamten Ausschusses: Sie stünden für ein Verständnis von Rechten und Pflichte der Demokratie, das offenbar nicht selbstverständlich sei.

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