Landesweiter Warntag: In Lüdenscheid heulen keine Sirenen

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Sirenen gibt es in Lüdenscheid keine mehr. Das soll sich aber ändern.

Lüdenscheid - Landesweit werden heute, Donnerstag, um 10 Uhr die Sirenen heulen, in den 15 Städten und Gemeinden des Märkischen Kreises werden es rund 140 sein. In Lüdenscheid wird er allerdings nicht ausgelöst – die Bergstadt ist nach wie vor sirenenlos. Das soll sich aber bald ändern.

Der Entwarnungston dient als Probealarm für den Ernstfall. Der Warntag findet am Donnerstag zum ersten Mal in Nordrhein-Westfalen (NRW) statt und soll sich in Zukunft jährlich an jedem ersten Donnerstag im September wiederholen. 

Der Grund: Die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema „Warnung“. Aus Sicht des Landes hätten Unwetter, Großbrände und andere Situationen gezeigt, dass die Menschen sich in der Vergangenheit nicht ausreichend gewarnt und informiert fühlten. Welche Warnmittel es gibt, was die Warnsignale bedeuten und wie man sich verhalten sollte, sei vielen nicht klar. 

Kein Alarm in Lüdenscheid

Erprobt werden sollen deshalb ab 10 Uhr sämtliche Warnmittel in den Kommunen. Dazu zählen etwa Sirenen, die Nutzung der offiziellen und kostenfreien Warn-App „Nina“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes), über die heute landesweit eine Probewarnmeldung versendet wird, und mancherorts fährt die Feuerwehr mit Lautsprecherfahrzeugen und macht Durchsagen. 

Hier gibt es alle Infos zum Warntag

Auf Letztere wird in Lüdenscheid jedoch trotz fehlenden Sirenennetzes verzichtet, teilte die Pressestelle der Stadt mit. Die Menschen vor Ort sollten an die Sirenen gewöhnt werden, sobald diese installiert seien, und sich mit den verschiedenen Signalen auseinandersetzen, die auf Gefahren hinweisen.

Planungen für Sirenennetz 

Lüdenscheid ist nicht die einzige sirenenlose Gemeinde in NRW, 2017 waren es rund 100. Nach dem Ende des Kalten Krieges waren sie für überflüssig erachtet worden und wurden zurückgebaut. Doch diese Einschätzung hat sich offensichtlich verändert. 

Zur Erinnerung: Bereits vor rund einem Jahr stellten Planer der Bergmann Engineering GmbH im Bau- und Verkehrsausschuss eine erste Übersicht für eine mögliche Installation eines Sirenennetzes in Lüdenscheid vor. Diese Planungen sind inzwischen konkreter geworden. 

Umsetzung soll 2019 beginnen

Dabei geht es um 30 Standorte, wo Sirenen an Gebäuden angebracht werden sollen, wie Marit Schulte als Pressesprecherin der Stadt sagt. „Es handelt sich dabei aber nicht nur um städtisches Gelände.“ Deshalb zögen sich die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern, deren Anteil an den Standorten nicht unerheblich sei, etwas hin. 

Doch noch in diesem Jahr soll die Ausschreibung beginnen, die ersten Umsetzungen seien für 2019 geplant. Allerdings „nach und nach“, bis zur Installation aller Sirenen könnten wohl etwa drei Jahre vergehen, erklärte Schulte weiter.

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