Europa ohne Strom - Sind Sie vorbereitet?

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Das Westfälische Landestheater zeigt "Blackout" im Kulturhaus.

Lüdenscheid – Wenn europaweit der Strom ausfällt, wenn die Lebensmittel knapp werden, wenn nichts mehr aufgewärmt werden kann – dann bleibt vielen Menschen nur noch der Weg in die Suppenküche, um eine warme Mahlzeit zu bekommen. Das war die Idee, sagt Laura Wieczorek, Produktionsassistentin im Kulturhaus, das Schauspiel „Blackout“ am kommenden Sonntag, 19. Januar, mit einem Suppenbüffet zu verbinden.

Zum letzten Mal in der laufenden Spielzeit wird Essen und Theater gemeinsam angeboten. Vier solche kulinarischen Theaterabende wurden in den letzten Monaten angeboten – der Erfolg gibt dem Team Recht. Die Lüdenscheider Theaterbesucher nutzten gern die Gelegenheit, vor der eigentlichen Veranstaltung gemeinsam an gedeckten Tischen im oberen Foyer Platz zu nehmen und sich am Büffet zu bedienen.

Das Angebot war orientiert am Thema des Theaterstücks – nun also Suppe: „Hummersupper, Curry und Hühnchen, aber durchaus auch Kartoffelsuppe“, lässt sich Laura Wieczorek in die Karten, oder besser, auf die Speisekarte schauen. Angeboten wird das Abendessen ab 18.30 Uhr, um 19.30 Uhr beginnt die Vorstellung.

Da die Plätze begrenzt sind, wird um eine Reservierung an der Theaterkasse gebeten. Wer mitessen will, zahlt zusätzlich zur Theaterkarte zehn Euro. „Blackout“ ist ein Wissenschaftsthriller des Schriftstellers Mark Elsberg aus dem Jahr 2012. Der Bühnenadaption hat sich das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel angenommen mit der Frage „Was würden Sie tun?“

Der Strom fällt plötzlich aus, die Ampeln funktionieren nicht mehr, U-Bahnen bleiben stecken, Bahnhöfe und Flughäfen können ihre Betriebe nicht mehr aufrechterhalten. Fernseher bleiben stumm, ebenso Radios und Computer. Sie haben keine Möglichkeit, Informationen zu erhalten. Wären Sie vorbereitet? Zuerst die Stille, dann die Plünderungen, Unruhen, der Kampf um das Überleben – „Blackout“ ist ein Thriller, wie er zeitgemäßer und vorstellbarer kaum sein könnte, und der verdeutlicht, in welchen Abhängigkeiten und Anfälligkeiten unser Alltag funktioniert. Die Abhängigkeit von der Steckdose wird in einem Bühnenbild aus Aluminiumstangen dargebracht.

Durch einen Terroranschlag auf das europäische Stromnetz wird eine Kettenreaktion ausgelöst, die dazu führt, dass das gesellschaftliche Leben innerhalb kürzester Zeit zusammenbricht. Panik bricht aus. Der Informatiker Piero Manzano ist zunächst der einzige, der einen Hackerangriff vermutet. Doch als er es endlich schafft, zu den Behörden durchzudringen, tauchen in seinem Computer merkwürdige Mails auf, die den Verdacht auf ihn lenken.

Ab 19 Uhr findet eine Einführung in die Veranstaltung im violetten Saal des Kulturhauses statt. Für die Veranstaltung „Blackout“ am 19. Januar gibt es noch Eintrittskarten zu Preisen zwischen 13 bis 18,50 Euro plus Vorverkaufsgebühr an der Theaterkasse des Kulturhauses und – nach Vorrat – noch an der Abendkasse vor der Veranstaltung.

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