Im Kulturhaus

Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt

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Begegnung am Loch NEss: Robbi, Tobbi, das Fliewatüüt und Nessie.

Lüdenscheid - Mit einfachen Mitteln schöne Kulissen bauen, kurze und prägnante Spielszenen, überschaubare Effekte – das ist das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel. Am späten Donnerstagnachmittag war das Ensemble mit einem Klassiker zu Gast im Kulturhaus, der auch bei den Erwachsenen im Saal Erinnerungen wach rief: Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt.

Was machte es da schon aus, dass im Laufe von mehr als 50 Jahren aus dem Erfinder Tobias Findeisen eine weibliche Erfinderin geworden ist? Das Mädchen Tobbi (Sabrina Bauer) kann genauso gut ein fliegendes Wasser-Auto, ein Flie-Wa-Tüüt, erfinden und mit ihrem Freund 344/66/3A, genannt Robbi (Felix Zimmermann), auf eine abenteuerliche Reise gehen.

Eine Menge Einfallsreichtum legte das Landestheater bei der Ausstattung des Roboters an den Tag – angefangen bei den Gummistiefeln über die Knieschoner bis zu den Steuerbord-Backbord-Leuchten am Kastenhelm.

Aufgaben galt es auf der Reise zu lösen, die auch die Sechsjährigen im leider nur überschaubar besetzten Saal nachvollziehen konnten: Wie viele Stufen hat der schwarz-gelb-geringelte Leuchtturm? Und warum verschwinden in der dreieckigen Burg die Silberteile?

Abschiedstanz nach spannenden Abenteuern.

1967 schrieb der Sylter Autor Boy Lornsen die Geschichte von dem Fliewatüüt, die später einen Siegeszug durch die Kinderzimmer antrat. Ein aufwendiger Puppenfilm wurde 1972 produziert, eine Neuauflage des Films gab's 2016. Das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel adaptierte schließlich die Geschichte für die Bühne und zeigte sie in diesem Sommer erstmals in einem leer stehenden Schwimmbad.

Viel Beifall gab's für das fünfköpfige Ensemble, zu dem auch Julius Schleheck, Edda Lina Janz und Adrian Kraege gehörten. Und so mancher kleine Gast verließ am Ende mit dem klassischen Klick-Klick und dem steifbeinigen Gang des Roboters den großen Saal. 

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