Mittel für Schulsozialarbeit: „Gut, aber nicht ausreichend“

Unverzichtbar: Schulsozialarbeit.

Lüdenscheid - „Das ist ein guter Schritt, aber noch nicht ausreichend.“ Mit Freude registriert Bürgermeister Dieter Dzewas die Zusage des Landes, die Schulsozialarbeit in Städten und Gemeinden mitzufinanzieren.

Mit 48 Millionen Euro beteiligt sich das Land Nordrhein-Westfalen in den kommenden Jahren an der wichtigen Maßnahme, die Kindern und Jugendlichen zur Eingliederung und Teilhabe an Bildung verhilft. Vor diesem Hintergrund, nämlich als Nebenabsprache zum Bildungs- und Teilhabegesetz, war sie ursprünglich eingerichtet worden. Nachdem sich der Bund daraus zurückgezogen hat, waren die entsprechenden Stellen und damit die Ziele in Gefahr. Dzewas hatte sich in einem Brandbrief an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gewandt und um Unterstützung gebeten.

Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas hatte in Düsseldorf für die Schulsozialarbeit geworben. „Das ist ein guter Tag für den Märkischen Kreis“, freut sich Dudas über Mittel von 824 000 Euro für den Märkischen Kreis.

Völlig sorgenfrei ist die Stadt Lüdenscheid allerdings mit dieser Zusage noch nicht. Denn das Land übernimmt 70 Prozent der Kosten für die Stellen und verlangt eine Beteiligung der Kommunen in Höhe von 30 Prozent. Das bringt eine Stadt wie Lüdenscheid in einem Haushaltssicherungskonzept aber in Probleme.

Wie man die zusätzlich Anstrengung stemmen könne, konnte auch Dzewas nicht abschließend sagen. Aber es könne nicht sein, dass wohlsituierte Städte Unterstützung erhielten, während das finanzschwache Lüdenscheid Probleme hätte, selbst den Eigenanteil für die 4,25 Planstellen an zehn Schulen aufzubringen. - flo

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