Sanierung beginnt Mittwoch / Alle Zahlen und Umleitungen bekannt

Jetzt steht es fest: Lüdenscheider Rathaustunnel wird erheblich teurer

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Die Sanierung des Rathaustunnels beginnt am Mittwoch.

Lüdenscheid -  Lagen die ersten Schätzungen für die Sanierung des Rathaustunnels noch bei rund fünf Millionen Euro, so wird die komplette Maßnahme, die am Mittwoch beginnt, 12,7 Millionen kosten.

Das teilte die zuständige Projektleiterin Nadja Hülsmann vom zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW am Donnerstag mit. Der Verkehr wird durch zahlreiche Umleitungen für Autos und Busse geregelt.

Die Substanz sei stärker geschädigt als zunächst angenommen, der Brandschutz müsse komplett auf die neuesten geltenden gesetzlichen Vorschriften abgestimmt werden. Die Entwässerung werde völlig umgestellt. Der Notweg werde abgerissen und etwas breiter neu gebaut. Auch vor den beiden Portalen tut sich einiges. So werden Schranken installiert, die im Notfall automatisch heruntergehen. 

Auch die Baukosten steigen

„Wir packen den Tunnel neu ein und sanieren ihn natürlich auch innen komplett“, sagt Hülsmann. Auch die Baukosten seien gestiegen. Bis die EU-weiten Ausschreibungen mit längeren Fristen abgeschlossen worden seien, die Kostensteigerung beim Land begründet und schließlich genehmigt waren, sei Zeit ins Land gegangen, fügte Sandrina Abuin-y-Garcia hinzu. 

Der Bauplan (Zur Vergrößerung bitte in die rechte obere Ecke klicken)

Sie hat im Vorfeld der Arbeiten – nicht nur was die Tunnelsanierung betrifft, sondern auch die anderen Straßensanierungen wie zurzeit die Lennestraße oder vorher die Altenaer Straße in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) – die damit verbundenen neuen Verkehrsführungen und Umleitungen koordiniert.

Lüdenscheid soll "nicht komplett lahm" gelegt werden

 „Es ging uns dabei darum, Lüdenscheid natürlich nicht komplett lahm zu legen.“ Dieter Rotter, Leiter des städtischen Fachdienstes Bauservice, warb um Verständnis für die Situation. 

"Die großen Baustellen sorgen natürlich für Behinderungen und Umstellungen, und gerade häuft sich alles. Aber wir können auch froh sein, wenn danach vieles wieder vernünftig hergestellt ist.“

Die Westfalenstraße wird stadteinwärts zur Einbahnstraße. Am Samstag und Sonntag ist sie komplett gesperrt.

Bereits seit 1971 sorgt der Tunnel für Aufregung

Eine wesentliche Änderung der Verkehrsführung greift bereits am Wochenende. Die Weststraße wird – wie sie es vor Jahrzehnten im Zuge des Tunnelneubaus schon einmal war – stadteinwärts wieder zur Einbahnstraße. Damit dies reibungslos funktioniert, müssen Anwohner ihre Autos von Samstag um vier bis Montag (nicht Sonntag, wie zuvor gemeldet) um 4 Uhr woanders parken. Die Straße ist voll gesperrt.

Rathaustunnel vor 40 Jahren eingeweiht

„Das ist ganz wichtig, damit wir feste Gelbmarkierungen aufbringen können, die die nächsten zwei Jahre ja halten müssen. Wir wollen durch die Farbe keine Autos beschädigen“, sagt Olaf Bühren vom Landesbetrieb. „Wenn wir das nicht in den beiden Tagen hinbekommen, funktioniert die weitere Planung mit der Sperrung der Tunnelröhre am Mittwoch nicht.“

Hinweis-Schilder sind bereits aufgestellt

Schilder wurden am Donnerstag bereits aufgestellt, Anwohner informiert. Mitarbeiter des Ordnungsamtes werden im Vorfeld nochmals darauf hinweisen. Die Verkehrsinseln werden zurückgebaut. Wenn die Einbahnregelung umgesetzt wird, können die Anwohner wieder beidseitig parken. Es wird dann stadteinwärts eine separate Busspur, die auch von der Feuerwehr genutzt werden kann, geben und eine für Pkw.

Die Tunnelsanierung - eine endlose Geschichte?

Alle Beteiligten seien bemüht, die Einschränkungen, ob für die MVG, die Feuerwehr, die Rettungskräfte und alle Verkehrsteilnehmer, so gering wie möglich zu halten.

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