Staus durch Umleitungen

Spezielle Ampel soll für Entzerrung sorgen

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Eine speziell angefertigte Ampel in Höhe der Christuskirche soll für eine Entzerrung der Verkehrsströme sorgen. 

Lüdenscheid - Seitdem aufgrund der Tunnelsanierung und der damit verbundenen Umleitung gerade auf der Heedfelder Straße in Höhe der Christuskirche lange Staus entstehen, soll schon bald eine speziell angefertigte Ampel für eine Entzerrung der Lage sorgen.

Das kündigte am Mittwoch im Bau- und Verkehrsausschuss Olaf Bühren vom Landesbetrieb Straßen.NRW an.

 „Das Festprogramm der Ampel im Kreuzungsbereich Christuskirche läuft nicht optimal, weil sich durch die Umleitung die Verkehrsströme geändert haben. Daher soll dort eine spezielle Ampel aufgestellt werden, die für einen besseren Verkehrsfluss sorgt.“

Es sei keine Ampel wie jede andere, sondern eine sehr komplexe Anlage mit 20 Signalgruppen, die auftragsbedingt extra angefertigt und programmiert werden müsse.

 „Aufgrund der derzeitigen Marktsituation sind die Lieferzeiten länger als üblich“, betonte Bühren. Er rechne aber Ende nächster Woche mit der Fertigstellung, sodass sie Anfang Oktober installiert werden könne. 

Die Anfertigung der Anlage koste 30 000 Euro, der Vorhalt 6000 Euro pro Monat. Das bedeute, dass allein diese Maßnahme, die für die nächsten zwei Jahre gilt, rund 200 000 Euro koste, rechnete Ausschussvorsitzender Jens Holzrichter (FDP) schnell aus.

Apropos Kosten: Vorher hatten Nadja Hülsmann, Projektleiterin für die Tunnelsanierung, und Carsten Spreemann, zuständig für die Sanierung der Straßen, die Abschnitte skizziert, die  durch den Landesbetrieb entweder bereits erneuert sind oder noch erneuert werden und die noch anstehenden Abläufe geschildert. 

Carsten Spreemanns Bilanz: Insgesamt investiert das Land mehr als 25 Millionen Euro in die verkehrliche Infrastruktur Lüdenscheid: „Das ist einzigartig in Nordrhein-Westfalen.“

Den dicksten Batzen macht mit rund 12,7 Millionen Euro die Tunnelsanierung aus, die gerade in den Anfängen steckt. Hinzu kommen die Erneuerungen der mehr als 50 Ampelanlagen, die mit rund 9,4 Millionen Euro zu Buche schlagen. 

Mehr als 3,5 Millionen Euro sind bereits in die Sanierung der Altenaer Straße/Bahnhofstraße und der Lennestraße geflossen. 

Zahlen, die die Ausschussmitglieder durchaus beeindruckten, die aber vereinzelt dennoch Schwächen bei der Kommunikation der Maßnahmen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer bemängelten. Zum Teil habe es chaotische Situationen zu Beginn oder Abschluss der erfolgten Straßensanierungen gegeben. 

Die Einrichtung eines Park-and-Ride-Platzes, um die Verkehrssituation zu entschärfen, wie von der CDU angeregt, soll es aber nicht geben, erklärte die Verwaltung.

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