Lüdenscheid

 „Land unter“ nach heftigen Gewittern

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In Wettringhof hieß es nach den heftigen Regenfällen „Land unter“.

LÜDENSCHEID ▪ Zahlreiche umgestürzte Bäume auch auf Schienen und Autos, „Land unter“ in einigen Stadtteilen, voll gelaufene Keller, durch die Luft fliegende Dachziegel, über den Rathausplatz gefegte Stühle des Café Extrablatt – die heftigen Unwetter und Gewitter bescherten der Feuerwehr am Freitag ab etwa 16 Uhr arbeitsreiche Stunden unter erschwerten Bedingungen.

„Ich mach' das jetzt seit mehr als 30 Jahren – aber so etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagte Wachführer Friedrich Diebel. „Im Bereich Bräuckenkreuz waren die Hagelkörner taubeneigroß.“ Alle fünf Löschzüge sowie die Hauptwache seien im ganzen Stadtgebiet im Dauereinsatz gewesen. Verletzte seien wie durch ein Wunder nicht zu beklagen.

Zugfahrgäste mussten in Rummenohl in Busse umsteigen, um in die Bergstadt zu gelangen – Bäume waren auf die Gleise gestürzt. „Glücklicherweise ist durch die umgekippten Bäume niemand zu Schaden gekommen“, sagte Fabian Groger. Der Notfallmanager der Deutschen Bahn war zusammen mit der Schalksmühler Feuerwehr zwischen Schalksmühle und Brügge auf den Schienen unterwegs und kontrollierte die Beseitigung. Eine rund 50 Meter lange Fichte sowie eine Eiche lagen teilweise auf den Schienen.

Unwetter in Lüdenscheid

„Wir sind um 18.50 Uhr alarmiert worden“, erklärte Einsatzleiter Dirk Hauck. Mit Motorsägen schnitt die Wehr den Baum in kleine Stücke und räumte die Schienen. Rund eine Stunde später konnte Fabian Groger eine erste Testfahrt zulassen.

Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes bewahrheitete sich für Lüdenscheid fast vollständig. Windgeschwindigkeiten über 100 Stundenkilometer, schwere Gewitter mit heftigem Starkregen von 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit fegten die Straßen schnell leer.- mc/wok

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