GHV lässt zwei Gedenktafeln wieder aufhängen

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Dieter Lohmann (rechts) und Dr. Dietmar Simon freuen sich, dass an der Terrasse des Cafés „Fabrisken“ wieder an den Standort des ältesten Lüdenscheider Rathauses erinnert wird.

Lüdenscheid - Erinnerungen an die Stadtgeschichte – die hat sich der Geschichts- und Heimatverein (GHV) auf die Fahnen geschrieben. Vorstandsmitglied Dieter Lohmann und Vorsitzender Dr. Dietmar Simon freuten sich daher, dass auch nach dem Umbau des Hauses neben der Erlöserkirche zum Café „Fabriksken“ nun auch dort wieder an die Vergangenheit als Standort des ältesten Lüdenscheider Rathauses und des Stadthauses der Familie von dem Bussche-Kessell erinnert wird.

Gerade erst wurden die beiden Bronzetafeln, die bereits früher an dem Gebäude ihren Platz hatten, wieder aufgehängt. Die Platzierung erfolgte in Abstimmung mit der Stadt und mit Sebastian Benkhofer, der das Haus zum Café umgebaut hat. So ist die Tafel des GHV, die früher in der kleinen Rabatte neben dem Gebäude an das historische Rathaus erinnerte, nun fest verankert an der Holzkonstruktion der Terrasse des Cafés.

Der Text lautet: „Hier stand das älteste Lüdenscheider Rathaus. Von 1268 bis 1713 war das ’Huys‘ Mittelpunkt der städtischen Selbstverwaltung, Sitz des frei gewählten Rates und Tagungsort der Erbentage der Kirchspiele. Lüdenscheid war gleichzeitig bedeutender Gerichtsort. Vom 16. bis ins 18. Jahrhundert tagten hier das Hoch- und das Vestengericht für das gesamte Süderland.“

Die zweite Tafel hängt im Eingangsbereich des Cafés. Sie ist älteren Datums als die, die an das Rathaus erinnert. Sie wurde noch vor der Fusion von Geschichts- und Heimatverein vom Heimatverein angebracht, um an ein weiteres Gebäude an dem Standort zu erinnern: das Stadthaus der Familie von dem Bussche-Kessell, das nach dem Stadtbrand von 1723 an gleicher Stelle wieder erbaut und erst 1883 verkauft wurde. Dass dieses Schild nicht verlorengegangen sei, sei Sebastian Benkhofer zu verdanken. Er habe es nach Beginn der Umbauarbeiten im Keller entdeckt, wo es nach dem Abbau deponiert worden war, berichtete Lohmann.

Beide Tafeln erstrahlen in neuem Glanz. Wie Lohmann erklärte, wurden sie von der Kunstschlosserei König, die beide Schilder auch wieder aufgehängt und fest installiert hat, sorgfältig gereinigt, poliert und gewachst. Der Dank von Dietmar Simon galt Dieter Lohmann, der sich von Seiten des GHV um die Überarbeitung und die Aufstellung der Tafeln gekümmert hat. Er vereine das Wissen und das Interesse um und für die Stadtgeschichte mit dem notwendigen technischen Verständnis. - Von Bettina Görlitzer

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