Lärmaktionsplan vorerst vom Tisch

LÜDENSCHEID - Die ersten Maßnahmen zur Umsetzung des Lärmaktionsplans 2011 sind vorerst vom Tisch. In einer  Sitzung der Ausschüsse für Stadtplanung und Umwelt sowie Bau und Verkehr vertagten die Fraktionen das Thema – zu dem unter anderem auch das Tempo-30-Limit auf der Weststraße gehört –am Mittwochabend auf den Sommer des nächsten Jahres.

Die Kritik der CDU-Fraktion entzündete sich vor dem Hintergrund der prekären Haushaltslage der Stadt vor allem an dem Umstand, dass die von der Verwaltung vorgeschlagenen ersten Maßnahmen keine Pflichtaufgabe der Stadt darstellen.

Oliver Fröhling plädierte für „gepflegten Ungehorsam“. Fröhling: „Haben wir keine anderen Probleme?“ Sein Unions-Kollege Björn Weiß erinnerte an die Kürzung und Streichung von Zuschüssen für heimische Vereine – und monierte die Ausgaben für einen Versuch, der für ein Jahr mindestens 7000 Euro kosten soll.

Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP – sie hatte sich zunächst für den Versuch ausgesprochen – ließ sich schließlich überzeugen und stimmte der Vertagung zu. Planungs-Chef Martin Bärwolf appellierte dennoch dafür, das Thema Lärmschutz langfristig „nicht vom Tisch zu wischen“.

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