Schwindel-Tag am 8. März / Neue Therapie

Aus dem Labyrinth ins Neuland

Dr. Hartmut Gehlhar und Dr. Gudrun Benkhofer laden für den 8. März zum fachübergreifenden Schwindeltag ein.

LÜDENSCHEID - Wie fühlt man sich, wenn man Neuland betritt? Schwindelig vor Aufregung? Dr. Hartmut Gehlhar fühlt eher eine tiefe Zufriedenheit, Patienten mit anhaltendem Schwindel helfen zu können.

Von Susanne Kornau 

Vier Jahre und mehr als 600 Schwindelpatienten später ist er sich sicher angesichts der Erfolge seiner Behandlungsmethode. Also hat er die „Vorstellung der Schwindel-Studie mit neuen Therapiemöglichkeiten“ auf die Tagesordnung des Schwindel-Tages am 8. März im Kulturhaus gesetzt. Mit im Boot und beim Schwindel-Tag dabei ist Hals-Nasen-Ohren-Ärztin Dr. Gudrun Benkhofer. Sie referiert über „Schwindel aus der Sicht des HNO-Arztes“. Die fachübergreifende Behandlung des Themas komplettieren Beiträge von Panagiotis Bouziouris aus Sicht des Physiotherapeuten, Bert von Loo geht auf therapeutische Möglichkeiten der Osteopathie ein und Martin Boncek auf psychotherapeutische Ansätze. Der Fachvormittag (10 bis 12 Uhr) endet mit Diskussionen und Übungen.

„Es ist eine kleine kriminalistische Aufgabe: Wie kann es sein, dass ich Kopfschmerzsymptome behandle und die Patienten sagen: ‘Auch der Schwindel ist weg’?“ Auf seine Frage fand Dr. Gehlhar eine Antwort, die die Fachwelt seines Wissens bislang nicht beachtet, geschweige denn erforscht: die Rolle der Kopfgelenkmuskeln. Meist werde die Hauptursache von Schwindel im Bereich des Innenohres oder des Gleichgewichtsorgans –des Labyrinths – angenommen, sagt der Mediziner. Er hingegen behandele die sogenannten Triggerpunkte der Kopfgelenkmuskeln – mit großem Erfolg. Nach ein bis vier Behandlungen seien 80 Prozent der Schwindelpatienten beschwerdefrei gewesen, bei mehr als 95 Prozent verbesserte sich der Zustand.

„Wir haben alle unendlich viele Schwindelpatienten“, so Dr. Benkhofer, „aber keiner kann so richtig den Finger auf die Wunde legen.“ Viele hätten nur ihr Fachgebiet im Blick – HNO, Augen, Neurologie. Aber: „Es ist wichtig, über den Tellerrand zu gucken.“ Dabei hilft die Zusammenarbeit im Ärztenetz-MK. Das vereinfache es, so die beiden Mediziner, fachübergreifend zu arbeiten. Zum Wohle des Patienten.

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