Unfall am Silberg

Unfall am Silberg: Lkw-Fahrer schwer verletzt

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Den Einsatzkräften bot sich ein erschreckendes Bild: Das Führerhaus des auf der Seite liegenden Lastwagens war von der Gabionen-Wand nahezu komplett eingedrückt worden.

[Update] Lüdenscheid - Ein schwerer Unfall ereignete sich am Montagnachmittag auf der Landstraße 561. Ein Lkw-Fahrer aus Meinerzhagen musste von der Lüdenscheider Feuerwehr aus seinem Führerhaus befreit werden.

"Der Mann hatte einen Schutzengel an Bord." Diese Feststellung hörte man am Montagnachmittag an der Unfallstelle am Silberg immer wieder. Auch erfahrene Rettungskräfte waren erstaunt ob des Bildes, das sich ihnen bot.

Ein weißer Lastwagen war gegen 14.45 Uhr aus Richtung Lüdenscheid kommend den Silberg heruntergefahren. Ausgangs einer langgezogenen Linkskurve hatte der 58-jährige Fahrer aus Meinerzhagen anscheinend die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Dieser prallte zunächst gegen die Leitplanke am rechten Fahrbahnrand, was den Lkw aushebelte: Er stürzte auf die rechts Fahrzeugseite um und rutschte mit enormer Wucht gegen die Spitze einer Gabionen-Wand.

Die alarmierten Rettungskräfte kletterten auf diese Wand und konnten von dort aus die Fahrertür öffnen. Der 58-Jährige war ansprechbar, jedoch war er zwischen der Wand und dem komplett demolierten Fahrerhäuschen eingeklemmt. Die Rettungsaktion gestaltete sich schwierig, weil sich die Einsatzkräfte nur schwer Zugang zu dem Unfallopfer verschaffen konnten. Daher wurde die Drehleiter der Feuerwehr Lüdenscheid angefordert.

Über den Korb wurde der Mann mit den Füßen zuerst aus der Kabine gezogen und umgehend auf eine Trage gelegt. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde der Meinerzhagener über eine Treppenkonstruktion in einen Rettungswagen getragen; er wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gefahren.

Ein Kran der Firma Dunkel hatte den Lkw während der Rettungsaktion gesichert und stellte das Wrack danach wieder auf seine Räder.

Ein Kran der Firma Dunkel hatte bis dato den in Schieflage geratenen Lastwagen gesichert. Dieser wurde nun mit dem Schwerlastkran und der Seilwinde eines Feuerwehrfahrzeugs wieder auf die Räder gestellt. Dabei wurde das Ausmaß des Schadens deutlich: Die Frontscheibe war in kompletter Ausdehnung eingedrückt, das Fahrzeug war schrottreif. Die Feuerwehr streute den ausgetreten Dieselkraftstoff ab und kümmerte sich um die Ladung, die aus dem Lkw gefallen war; dabei handelte es sich um Bandstahlrollen (Coils).

Insgesamt waren 43 Einsatzkräfte der Feuerwehr-Löschgruppen Herscheid, Hüinghausen und Neuemühle sowie einige Mitglieder des DRK-Ortsvereins Herscheid vor Ort. Die Polizei aus Lüdenscheid hatte die Straßensperrung eingerichtet, die erst nach knapp drei Stunden wieder aufgehoben werden konnte, als das Fahrzeugwrack abgeschleppt worden war. Den Schaden an dem Lastwagen schätzt die Polizei auf mehrere 10.000 Euro. Wie es zu dem Unfall gekommen ist, das konnte am Montag nicht geklärt werden. Ersten Zeugenaussagen zufolge soll der Fahrer zu schnell in die Kurve gefahren sein; die Polizei ermittelt noch.- dg

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